Volkssolidarität


Sachsen

Ein Pfarrer zu Gast in der Nachbarschaft

Schwarzenberg, 28.09.2018 | Quartiersmanagement

Am Montag, 24.09.2018, hatte Sarah Meyer vom Bürgerbüro Hofgarten wieder zum Nachbarschafts-Café geladen. In diesem Monat mit von der Partie: Pfarrer Zink von Kirchgemeinde Neuwelt. Der Geistliche stellte die Jahreslosung 2018 vor und interpretierte mit den Anwesenden ihre Bedeutung.

Miteinander – Füreinander. Das ist das Motto der Volkssolidarität. Es ist ein wichtiger Bestandteil im sozialen Leben der Orts- und Interessengruppen der Volkssolidarität. Treffen – sich austauschen – gemeinsam Erfahrungen machen – sich gegenseitig Halt geben. Natürlich Leben auch die Besucher des monatlichen Nachbarschafts-Café dieses Motto.

 

Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Ganz ähnliche Werte hat auch die christliche Religion: Nächstenliebe zum Beispiel. Deshalb hatte Sarah Meyer vom Bürgerbüro Hofgarten einen besonderen Gast zum Nachbarschafts-Café geladen: Pfarrer Zink von der Kirchgemeinde Neuwelt. Der Geistliche hatte die Losung der evangelischen Kirche für 2018 im Gepäck: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Gemeinsam wurde bei Kaffee und Kuchen die Bedeutung der Worte interpretiert. Die Diskussionen reichten vom Versandhaus Quelle über die Frage nach dem „umsonst“ bis hin zu den Gefahren einer Sucht als Quelle einer Sehnsucht nach etwas, das in die Irre führen soll. Gemeinsam ging man der Frage nach, wonach alle Menschen dürsten – gläubig oder nicht. Schnell kamen die Teilnehmer zu Antworten: Liebe und Frieden, Gemeinschaft und Geborgenheit.

 

Gemeinschaft schafft Lebensmut
Natürlich wurde das Thema auch kritisch hinterfragt. „Die Gemeinschaft findet man erst, wenn man sie auch sucht“, regte Sigrid Ludwig zum Nachdenken an. Die aktive Seniorin vom Hofgarten engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich in vielen Interessengruppen der Volkssolidarität und kennt die Probleme der älteren Generationen. Einsamkeit, Unsicherheit, Zukunftsängste. Sie weiß, wie schwer es ist, für die Ortsgruppe, den Kreativkurs oder den Chor neue Teilnehmer zu finden. Und trotzdem findet die Seniorin Begegnungsangebote, Bastelnachmittage oder das Nachbarschafts-Café wichtig. Denn eine Erkenntnis aus der Diskussion mit Pfarrer Zink war: Wenn man selbst erfüllt ist, kann man auch eine Quelle der Erfüllung für andere sein. Das ist wichtig für jene, die keine Familie um sich herum haben. Sie können so ihren Lebensmut aus der Gemeinschaft beziehen.  

Gemeinsam wurde über die Losung diskutiert.