Volkssolidarität


Sachsen

Feuer, Notruf 112, und dann?

Schwarzenberg, 05.03.2019 | Quartiersmanagement

Am 25.02.2019 hatte Sarah Meyer, Quartiersmanagerin bei der Volkssolidarität Westerzgebirge e.V., zum Nachbarschafts-Café in die Käthe-Kollwitz-Straße 8 geladen. Bei Kaffee und Kuchen tauschten sich die Bewohner des Quartiers gemeinsam mit Lars Wagner, Stadtwehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenberg, über Themen wie Brandschutz, Brandmelder und die Erfahrungen mit den Notrufnummern aus.

Die Notrufnummer der Feuerwehr ist jedem bekannt: 112. Und vielen Senioren geistert sicher auch noch die 115 durch den Kopf. Denn zu DDR-Zeiten gab es da Schnelle Medizinische Hilfe. Heute ist die 115 eine bundeseinheitliche Behördenrufnummer. Zu Verwaltungsfragen kann man hier gern anrufen. Aber Hilfe im Notfall? Pustekuchen. Bei gesundheitlichen Notfällen gilt ebenfalls die 112. Aber kennen die Schwarzenberger auch den Kassenärztlichen Notfalldienst unter der Nummer 116117? Diese Rufnummer wurde von den Krankenkassen ins Leben gerufen, um den Notruf und die Notaufnahmen in Krankenhäusern zu entlasten. Und tatsächlich – die meisten Anwesenden konnten sogar schon über Erfahrungen mit der 116117 berichten.

 

 

94% der Feuerwehrleute in Deutschland sind Ehrenamtliche
Die Notrufnummern waren aber nur ein kleines Themengebiet, das Lars Wagner, Stadtwehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenberg, in seinem Vortrag beim Nachbarschafts-Café angesprochen hatte. Neben Daten und Fakten zur Arbeit der Feuerwehr, die in Deutschland zu 94% durch Ehrenamtliche geleistet wird, gab Wagner Tipps und Hinweise zur richtigen Handhabung von Rauchmeldern und Feuerlöschern. In einem eindrucksvollen Video zeigte der Feuerwehrmann den Anwesenden, wie schnell eine Wohnung verraucht ist und plädierte noch einmal dafür, in jeder Wohnung Rauchmelder zu installieren.

 

 

850°C - so heiß wird es in einer brennenden Wohnung
Nach dem informativen Vortrag hatten die Anwesenden noch zahlreiche Fragen: Wie heiß ist es eigentlich in einer Wohnung, wenn die Feuerwehr zur Brandbekämpfung vorgeht? Und wie lange halten Türen dem Feuer stand? Warum piepen Rauchmelder gelegentlich – auch ohne Rauch? Und macht eine Kassette zur Aufbewahrung und zum Schutz von Dokumenten und Wertgegenständen vor dem Feuer Sinn? Die Antworten sorgten teilweise für großes Staunen bei den Anwesenden. Denn normale Menschen gehen wohl nicht freiwillig in einen Raum, in dem höllische Temperaturen von 600°C bis 850°C herrschen. Das ist übrigens auch der Grund, warum eine Kassette keine Dokumente und Wertgegenstände vor dem Feuer bewahren kann. Durch die Hitze bleibt meist nur wenig von dem übrig, was man in der Kassette oder dem Safe schützen wollte.

Lars Wagner hatte zahlreiche Fakten parat.