Volkssolidarität


Sachsen

Rückblicke zum Nachbarschafts-Café

Schwarzenberg, 01.08.2019 | Quartiersmanagement

Am 22. Juli 2019 trafen sich 15 Hofgärtner und Neuwelter zum Nachbarschafts-Café in der Geschäftsstelle der Volkssolidarität Westerzgebirge e.V. Als Thema für das Juli-Treffen hatte Quartiersmanagerin Sarah Meyer eine Reise durch die Erinnerungen der Teilnehmer geplant.  

Vor der ersten Erinnerungsrunde hatte Quartiersmanager Sarah Meyer noch ein paar Informationen und Termine parat. Steht doch das nächste Generationenfrühstück vor der Tür – und auch das Sommersportfest im Ortsteil Hofgarten wirft seine Schatten voraus. Nebenbei stellte die junge Sozialpädagogin noch ein tolles Helferlein für den Notfall zu Hause vor: eine kleine weiß-grüne Dose, in der man wichtige persönliche und gesundheitliche Informationen für Ersthelfer deponieren kann. Die Notfalldose wird dann – deutschlandweit gleich – leicht auffindbar in der Kühlschranktür platziert.

 

Bunte Bildchen wecken Erinnerungen

Nach der kurzen Einführung ging es auch schon los mit dem Erzählcafé. Bunte Bildkärtchen brachten blitzschnell lebhafte Erinnerungen hervor. Darauf zu sehen: Schultafel, Lohntüte oder Schreibmaschine. „Wir hatten ja gar kein Bankkonto“ meldete sich Hanna Buchmeier gleich zu Wort. Mit der Lohntüte sei man dann nach Hause gegangen. Viel hatte man ja nicht verdient. 70 Mark seien in der Lehrzeit schon viel Geld gewesen.

 

Von Zuckerbrot und Peitsche

Auch über die Schulzeit und die Klassenkameraden tauschten die Teilnehmer ihre Erinnerungen aus. „Na klar hatten wir auch eine Zuckertüte zum Schulanfang bekommen“, betont Hanna Göllner. In der Spitze ganz unten waren Erdnüsse eingefüllt, weiter oben Spiel- oder Schreibwaren und noch ein paar Süßigkeiten. Süßes holten sich die Schulkinder auch oft auf dem Heimweg. Wie zum Beispiel Bonbons beim Krämer Hackstäckle, der vielen Schwarzenberger Teilnehmern noch ein Begriff ist. Auch zum Stichwort „Schupo“ quollen Erinnerungen hervor. Die Schutzpolizei kontrollierte regelmäßig die sogenannten „Hausbücher“, die in den Wohnhäusern geführt werden mussten und Besuche im Haus protokollierten. „Wehe es war nicht alles korrekt eingetragen, dann gab es aber Ärger“ lacht Altmut Gütter beherzt. So verging der Nachmittag wie im Flug. Jeder hatte etwas zu berichten und erinnert sich gern an die Jahre zurück. „Es war eben eine andere Zeit“, meint Frau Göllner mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Der Zusammenhalt in den Gemeinschaften in Schule, Arbeit oder Nachbarschaft fehlt mir heute etwas“, erklärte die Rentnerin etwas traurig.

 

Lachende und weinende Augen beim Erzählcafé.