Volkssolidarität


Sachsen

Fachtag "Partizipation" in Aue

Schwarzenberg, 15.05.2019 | Familienzentrum | Schulprojekt "Lift"

Am vergangenen Mittwoch, 08.05.2019, hatte das Netzwerk „Gemeinsam für Kinder – Präventives Hilfesystem im Erzgebirgskreis“ Fachkräfte aus den Bereichen Kindertagesstätten, Jugendhilfe und Co. zu einem Fachtag ins Kulturhaus Aue geladen.

Für die 350 Teilnehmer – darunter zahlreiche Fachkräfte der Volkssolidarität Westerzgebirge e.V. – standen neben zwei kurzweiligen und bildhaften Referaten zum Thema Partizipation auch Impulsvorträge zu „best practice“-Beispielen sowie ein Markt der Möglichkeiten auf dem Programm, bei dem ein reger Austausch zu Projekten der Teilhabe unter den Netzwerkteilnehmern herrschte.

 

Markt der Möglichkeiten - Austausch unter Fachkräften
Zur Eröffnung des Fachtages zeigte Rainer Schmidt, evangelischer Pfarrer, Paralympionik und Kabarettist in seinem Referat „Ich kann was und ich bin wer – (junge) Menschen stark machen“ durch humoristische Episoden aus seinem Leben auf, welchen Stellenwert Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Feedback auf das Lernen und die Schaffung von Selbstvertrauen haben. Im Anschluss präsentierten Silke Otte, Jenny Arnold und Stefanie Teumer mit dem Familienzentrum und dem Schulprojekt „Lift“ einige Angebote aus dem Leistungsspektrum der Volkssolidarität Westerzgebirge e.V. Am Informationsstand wurden zahlreiche Fachgespräche geführt und die Zusammenarbeit im Netzwerk im Sinne der Kinder weiter gefestigt.

 

Partizipation in der Kinderkrippe
Im zweiten Teil des Fachtages präsentierten drei Einrichtungen in Impulsvorträgen „best practice“-Modelle zur Partizipation. Neben den Projekten „Kinderspielstadt Annazwerg“ und dem flexiblen Jugendmanagement vom Kreisjugendring Erzgebirge e.V. zeigte Cornelia Raabe, Leiterin der Kindertageseinrichtung Schatzsucher der Volkssolidarität Westerzgebirge e.V., die Vorteile eines offenen Konzeptes auch und besonders im Bereich der Kinderkrippe. Frau Raabe demonstrierte anhand eines Videos die Erfolge in der Selbständigkeit und die positive Beeinflussung der Lernprozesse durch Beteiligung der Kinder im Krippenbereich. Den Abschluss des Tages bildete das zweite Referat von Rainer Schmidt mit dem Titel „Gleiche Chancen für unterschiedlich Begabte – von der Kunst des Zusammenlebens sehr verschiedener Kinder“. Die Botschaft des Referates blieb als Schlusswort des Fachtages: Je mehr die Andersartigkeit hervorgehoben wird, desto mehr Ausschluss wird betrieben.

 

Silke Otte, Jenny Arnold und Stefanie Teumer auf dem Markt der Möglichkeiten.