Volkssolidarität


Brandenburg
13.06.2019

Volkssolidarität fordert gezielte Förderung der neuen Bundesländer

Eine kürzlich veröffentlichte Studie des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt auf, dass sich die Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland von der der restlichen Bundesrepublik abgekoppelt hat.

In Deutschland lebten demnach aktuell so viele Menschen wie nie zuvor, die Bevölkerungszahl in den neuen Ländern sei allerdings auf dem Stand des Beginns des letzten Jahrhunderts. Als einen der Hauptgründe für diese unterschiedliche Entwicklung benennt die Studie die Abwanderungswelle seit der Wende aufgrund von Arbeits- und Perspektivlosigkeit. Der ländliche Raum in Ostdeutschland sei vom Bevölkerungsschwund besonders betroffen.

„Die Forderung der Wissenschaftler nach einer stärkeren Förderung des ostdeutschen ländlichen Raums können wir nur unterstützen“, erklärt hierzu Dr. Wolfram Friedersdorff, Präsident der Volkssolidarität. „Die Ergebnisse der Studie spiegeln unsere Erfahrungen wider. Als Sozial- und Wohlfahrtsverband, der vor allem in den neuen Ländern aktiv ist, erlebt die Volkssolidarität den Bevölkerungsschwund in den ländlich geprägten Regionen täglich mit. Junge und gut ausgebildete Menschen ziehen in die Städte, in den Dörfern und Gemeinden bleiben häufig die Älteren zurück. In der Folge bricht die örtliche Daseinsvorsorge zusammen. Eine gezielte Strukturpolitik ist nötig, um den ostdeutschen Regionen Entwicklungschancen zu geben und der zunehmenden sozialen Spaltung in unserem Land entgegenzuwirken.“