Volkssolidarität


Brandenburg
12.05.2020

Volkssolidarität fordert Aufwertung von Pflegeberufen

Angesichts des heutigen Internationalen Tages der Pflege erklärt der Präsident der Volkssolidarität Dr. Wolfram Friedersdorff: "Die gegenwärtige Pandemie führt uns erneut vor Augen, welchen unschätzbaren Wert Pflegekräfte Tag für Tag für die Menschen in unserem Land leisten.

Gegenwärtig stehen sie im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, diese Wertschätzung darf aber nicht mit dem Ende der Coronavirus-Krise verpuffen und muss über symbolische Beifallsbekundungen hinausgehen."

Die geplante Bonuszahlung für Altenpfleger/-innen sei richtig und wichtig, aber kein Ersatz für eine langfristige Aufwertung des Berufes, so der Verbandspräsident weiter. "Alleine in den stationären Pflegeeinrichtungen fehlen schon heute rund 120.000 Pflegekräfte. Durch die demografische Entwicklung wird sich diese Lücke bald vergrößern. Maßnahmen müssen ergriffen werden, damit junge Menschen sich häufiger für einen Pflegeberuf entscheiden und ausgebildete Pfleger/-innen wieder in den Beruf zurückkehren. Der Bundesverband der Volkssolidarität hat daher im vergangenen Jahr die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) mitgegründet, um einen repräsentativen, bundesweit gültigen Tarifvertrag für die Pflege mit den Gewerkschaften auszuhandeln. Gleichzeitig ist aber auch eine Reform der Pflegefinanzierung notwendig, damit die Verbesserungen für die Pfleger/-innen nicht von den Pflegebedürftigen getragen werden müssen."