Volkssolidarität


Brandenburg

Volkssolidarität betont Notwendigkeit einer Kindergrundsicherung

Milliarden in arme oder von Armut bedrohte Familien investieren

Der von den Minister/-innen Dr. Franziska Giffey, Olaf Scholz und Svenja Schulze vorgeschlagene Familienbonus würde den Bund um die 10 Milliarden Euro kosten. Die Volkssolidarität fordert, dieses Geld stattdessen in eine einkommensabhängige Kindergrundsicherung zu investieren.

Existenz von Familien sichern

"Der von den Ministerien vorgeschlagene Familienbonus ist nichts weiter als ein Tropfen auf den heißen Stein. Besonders für finanzschwache Familien wäre der Bonus nur kurzfristig eine Unterstützung, die so schnell aufgebraucht wäre, wie sie gekommen ist. Gleichzeitig würden damit Milliardengelder auf Familien verteilt, für die dieser Bonus allenfalls ein willkommenes Taschengeld darstellt. Die Unterstützung und monetäre Absicherung von Familien ist uns in der Volkssolidarität natürlich ein zentrales Anliegen. Aber sie muss in erster Linie bei jenen Kindern und Jugendlichen ankommen, die sie am dringendsten benötigen.", erklärt Dr. Wolfram Friedersdorff, Präsident der Volkssolidarität.

Soziale Teilhabe aller Kinder

Der Präsident fordert deshalb: "Diese erfreuliche Bereitschaft der Bundesregierung rund zehn Milliarden unbürokratisch in Familien zu investieren, sollte Anlass für Politik, Verbände und Gewerkschaften sein, an der gerade erst intensivierten Diskussion um die Einführung einer einkommensabhängigen Kindergrundsicherung wieder konzentriert anzusetzen. Die Gelder sollen doch vor allem bei jenen armen und von Armut bedrohten Kindern und Jugendlichen ankommen, bei denen sie am dringendsten gebraucht werden.

Wir wünschen allen Familien Anerkennungsleistung für ihre Sorgearbeit. Unser Einsatz gilt aber weiterhin vor allem jenen Kindern und Jugendlichen, denen die finanziellen Mittel fehlen, um an dieser Gesellschaft teilzuhaben und chancengerecht aufwachsen zu können – aus Familien im Niedriglohnsektor, mit Transferleistungen und von Alleinerziehenden."

Bündnis Kindergrundsicherung

Die Volkssolidarität engagiert sich zusammen mit anderen Verbänden gemeinsam im BÜNDNIS KINDERGRUNDSICHERUNG. Im vergangenen Jahr haben auch SPD, Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE eigene und zum Teil an das Bündniskonzept angelehnte Konzepte für eine Kindergrundsicherung vorgelegt.

Es ist auch nicht mehr vermittelbar, wenn ein einmaliger Kinderbonus aus der Gießkanne diskutiert wird, sogar für die Reichsten unter uns, während für eine Million Beziehende von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, die in bitterer Not leben, überhaupt nichts getan wird. Eine solche Krisenbewältigungspolitik ist weder akzeptabel noch vernünftig.