Volkssolidarität


Brandenburg

Internationaler Tag der Menschenrechte: Teilhabe als Menschenrecht

Volkssolidarität fordert gemeinsam mit Paritäter Bekämpfung der Kinderarmut

Als Mitglied des Paritätischen Gesamtverbandes fordert die Volkssolidarität gemeinsam mit anderen Verbänden im BÜNDNIS KINDERGRUNDSICHERUNG weiterhin nachdrücklich die Einführung einer Kindergrundsicherung als grundlegende Reform der monetären Förderinstrumente für Familien.

Die vom Bündnis geforderte Kindergrundsicherung soll eine Vielzahl von Leistungen zusammenfassen, sich am kindlichen Existenzminimum orientieren und sich gemessen am Einkommen der Eltern vermindern. Dafür braucht es zudem eine bedarfsgerechte Erhöhung der Regelsätze auch für die Eltern in Hartz IV und weitere passgenaue Hilfen für Langzeitarbeitslose, zudem einen Rechtsanspruch auf Leistungen zur Bildung und Teilhabe im Kinder- und Jugendhilfegesetz sowie die Schaffung ausreichender Angebote und leichter Zugänge zur Jugendarbeit. Weiterhin fordert das Bündnis den Ausbau von Familienförderung und Infrastruktur, die alle Familienformen gleichermaßen erreichen.

Recht auf Teilhabe

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Geschehen. Die meisten von ihnen erleben aber schon sehr früh, wie wesentlich die soziale und ökonomische Stellung ihrer Eltern für ihre Möglichkeiten der Teilhabe und des Schulerfolgs sind. Diese Armutskreisläufe können sich mitunter über Generationen hinziehen. Staatliche Leistungen für arme oder von Armut bedrohte Kinder und Jugendliche sind dabei weder bedarfsgerecht noch transparent oder in ihrer Systematik logisch aufeinander abgestimmt. Insbesondere der Kinderzuschlag sowie die Leistungen für Bildung und Teilhabe können nur über bürokratischen Hürden beantragt werden, ihre Inanspruchnahme ist nicht selten mit stigmatisierenden Situationen verbunden sein. Eine aktuelle Expertise des Paritäters belegt, dass die Inanspruchnahme dieser Teilhabeleistungen deutschlandweit viel zu gering ist. Als messbar hilfreich erweisen sich jedoch ein breites Infrastrukturangebot vor Ort sowie unbürokratische, nicht-stigmatisierendes Antragsverfahren.

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte fordert die Freiheit und Gleichheit aller Menschen an Würde und Rechten. Sie wurde am 10. Dezember 1948 von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet. Sie verlangt, die Teilhabe an Bildung und Wissenschaft, an Wirtschaft, Arbeit und Kultur für alle Menschen gleichermaßen zu ermöglichen. Fühlen Menschen sich vom politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben ausgeschlossen, geraten sie zunehmend in gesellschaftliche Isolation, ihre physische und psychische Gesundheit ist in Gefahr. Die Folgen gefährden nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern stören auch das Vertrauen in unsere Demokratie. Eine Gesellschaft, die bestimmte Kinder, Jugendliche oder Erwachsene nicht teilhaben lässt, bereitet so den Weg für extreme und menschenfeindliche Ideologien, die aus Ausgrenzungserfahrungen und fehlender Partizipation erwachsen können.

Hier finden Sie den Flyer „Teilhabe ist ein Menschenrecht“.