Volkssolidarität


Brandenburg

Corona-Sonderprämie von 1.500 Euro in der Pflegebranche

Arbeitgeberverband BVAP einigt sich auf Tarifvertrag

Die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben sich auf Eckpunkte eines Tarifvertrages für eine Corona-Sonderprämie in Höhe von 1.500 Euro geeinigt.

Aufgrund der besonderen Belastung der Beschäftigten in der stationären und ambulanten Pflege in der Corona-Krise erhalten Pfleger/-innen eine Sonderprämie von 1.500 Euro. Als Gründungsmitglied der BVAP war der Volkssolidarität Bundesverband e.V. an diesen Tarifverhandlungen beteiligt.

Sonderprämie nicht zu Lasten der Träger

In dem Tarifvertrag, der von Minister Heil (SPD) Heil als allgemeinverbindlich erklärt werden soll, hat die BVAP auch eine aufschiebende Bedingung der Wirksamkeit verankert. Deren Voraussetzung ist, dass die Sonderprämie vollständig seitens der Bundesregierung refinanziert wird und auch keinen Einfluss auf die Höhe der Eigenanteile hat. Ebenso wurde vereinbart, dass, sollte es zur Allgemeinverbindlichkeit kommen, durch Abschlagszahlungen der Kassen die Liquidität der Träger gewährleistet werden soll.

Wer erhält die Sonder-Prämie?

Als empfangsberechtigte Gruppe (persönlicher Geltungsbereich) wurden im Tarifvertrag alle Arbeitnehmer/-innen gem. § 1 Abs. 2 bis 4 der dritten Pflegearbeitsbedingungenverordnung festgelegt. Das heißt, die Prämie soll an Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte und Pflegeleitungen gezahlt werden. Betreuungskräfte und Assistenzkräfte sowie Alltagsbegleiter/-innen werden auch berücksichtigt.

Laufzeit und Höhe der Sonderprämie

Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 vereinbart. Danach erhalten Beschäftigte in Vollzeit ab Juli eine Sonderprämie von 1.500 Euro, Teilzeitbeschäftigte einen Anteil entsprechend ihren tatsächlich geleisteten Stunden. Eine Prämie in Höhe von 900 Euro sollen Auszubildende in der Pflege erhalten.

Der Tarifabschluss steht unter Gremienvorbehalt und die jeweiligen Entscheidungsgremien werden auch ohne persönliches Zusammenkommen zeitnah über das Ergebnis beraten.

Zur BVAP gehören unter anderem der Volkssolidarität Bundesverband, der Volkssolidarität Landesverband Berlin, die Sozialdienste der Volkssolidarität Berlin gGmbH, der Volksolidarität Landesverband Sachsen, der Volkssolidarität Stadtverband Leipzig, der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Diakonische Dienstgeberverband Niedersachsen (DDN) und der Paritätische Gesamtverband.

Weitere Informationen unter www.arbeitgeber-pflege.de