Volkssolidarität


Brandenburg

Ehrenamt als stabile Säulen der Gesellschaft

Hilfe für Sommerschule der PuR in Hennigsdorf und Ehrenamtspreis in Mühlenbeck verdeutlichen das ehrenamtliche Engagement

Ferienangebot der PuR – „Lehrreiche Sommerschule in Stolpe Süd“ –
mit Spende i.H.v. 500 Euro der Volkssolidarität Ortsgruppe Hennigsdorf unterstützt

Freuen sich: Die Volkssolidarität spendete 500 Euro. © Foto: PuR / Artikel: Marco Winkler (MOZ) 06.07.2020, 17:31 Uhr

Steffen Leber ist sich jetzt schon sicher: "Es werden zwei schöne Wochen gewesen sein." Den Satz wird er am Freitag vom eher seltenen Futur II ins normale Präteritum wandeln. Dann erleben die jungen Teilnehmer der "Summerschool" im Nachbarschaftstreff Stolpe Süd, dessen Koordinator Leber vom sozialen Träger PuR ist, noch etwas Kirmes auf der Festwiese. "Die Sommerschule ist unsere Alternative zu Zideka", sagt Leber. Das Zirkusprojekt, das es seit gut 15 Jahren gibt, musste wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in diesem Jahr ausfallen. "Wir haben das mit dem Jugend- und Gesundheitsamt abgesprochen. Wir konnten in diesem Jahr den nötigen Abstand nicht gewährleisten", erklärt Leber am Montag.
Der Schritt war nicht einfach. Das gibt Steffen Leber – selbst zweifacher Familienvater – unumwunden zu. Er musste rund 100 Kindern und deren Eltern sagen, dass die Veranstaltung, auf die sie sich gerade nach den entbehrungsreichen Corona-Wochen geklammert hatten wie an einen Strohhalm, nicht stattfinden werde. "Das hat wehgetan", erinnert sich Leber an den Moment der Verkündung. Gedacht war das Zirkus-Angebot schon immer für Familien, die sich sonst keine Reise leisten können. Doch die Sozialarbeiter der Projekt- und Regionalentwicklungsgesellschaft PuR, die in Hennigsdorfer Grundschulen und Gymnasien im Einsatz sind, hatten eine alternative Idee: die Sommerschule.
"Es ist ein niedrigschwelliges Angebot", sagt Koordinator Leber. Die Frage, wie die Kinder zum Nachbarschaftstreff kommen, war schnell geklärt: mit dem Bus. "Wir haben einen Shuttle eingerichtet, der alle abholt." Lehrer unterstützen die PuR. Sie stehen fachlich zu Seite. Die Kinder – es sind um die 20, die jeden Tag kommen – erhalten Unterstützung bei der Bearbeitung von Schulaufgaben, die in den vergangenen Wochen etwas liegengeblieben sind. Hilfe gibt es zudem bei Unterrichtsthemen, die noch zu viele Fragezeichen in den Kinderköpfen hinterlassen.
Ziel des zweiwöchigen Projektes ist es, den Heranwachsenden einen möglichst problemlosen Start ins kommende Schuljahr zu ermöglichen. Leber weiß, dass nicht alle Eltern mit demselben Eifer ihre Kinder im Homeschooling unterstützen konnten. "Es war für alle eine schwierige Zeit. Wir besprechen auch Nöte und Sorgen."
Neben der lockeren Nachhilfe – vormittags gibt es eine reguläre Unterrichtsstunde – soll der Spaß im Nachbarschaftstreff nicht zu kurzen kommen. "Es geht nicht nur ums Pauken, die Kinder haben schließlich Ferien", sagt Steffen Leber. Nach einer Obstpause stehen kreative und sportliche Angebote im Fokus. Die Kinder können Tischtennis spielen, in Gruppen aktiv sein – mit Abstand – und sich austoben.
Unterstützung bekommt die PuR bei ihrer Sommerschule vom hiesigen Kaffeehaus "Einfach Hubertus". 20 bis 25 Essen werden täglich geliefert. "Meist Nudeln mit Tomatensauce natürlich." Die Volkssolidarität Hennigsdorf hilft: Die Vorsitzende Heideruth Henschke brachte vorige Woche einen Scheck in Höhe von 500 Euro. "Die Polizei war mit einer Verkehrsschulung ebenfalls vor Ort", erzählt Steffen Leber. Der Landkreis gehört ferner zu den Sympathisanten des Projekts – und zu den finanziellen Unterstützern der Zirkus-Alternative.

Würdigung - Ehrenamtspreisträger des Mühlenbecker Landes tragen sich ins goldene Buch ein

© Foto/Artikel: Heike Weißapfel (MOZ) / 08.07.2020, 17:46 Uhr - Aktualisiert 08.07.2020, 18:12

"Denk nicht, dass du schon fertig bist! Du hast noch viel zu tun." Hemdsärmelig fröhlich vorgetragen, erhält Claus Schwartzer viel Beifall für seine Ansprache als Laudator für den Ehrenamtspreisträger Siegbert Huhn. Dem so Geehrten scheint das klar und auch ganz recht zu sein. Siegbert Huhns Vision, was die Mühlenbecker Mönchmühle 2034, im 800. Jahr ihres Bestehens einmal sein wird, nämlich der Mittelpunkt aller schönen Begegnungsstätten in einem gut aufgestellten Mühlenbecker Land, das mit der Heidekrautbahn ganz bequem erreichbar ist, ruft noch mehr Applaus hervor.
Es ist genau diese ansteckende Begeisterung, die Schwartzer an dem Vereinsfreund besonders lobt. "Als Baumönch geht er voran." Alles, was in der Mühle mit Baugeschehen zu tun hat, packe Siegbert Huhn tatkräftig an und verstehe es dabei, auch andere mitzuziehen. Mit ähnlicher Hingabe widme sich seine Frau anderen Vereinsaufgaben, so Schwartzer. Waltraud Huhn ist ebenfalls Ehrenpreisträgerin 2019, kann an der Feier aber nicht teilnehmen. Sie organisiert "mit Hingabe", wie Schwartzer sagt, die Standbesetzung bei Mönchmühlenfesten. Das Ehepaar habe insgesamt viel Leben in den Verein gebracht.
Für eine Feierstunde haben sich am Mittwoch Mitglieder des Fördervereins Historische Mönchmühle, der Freiwilligen Feuerwehr und der Volkssolidarität sowie frühere Ehrenamtspreisträger mit dem Bürgermeister, dem Gemeindevertretervorsteher, den SPD-Landtagsabgeordneten Inka Gossmann-Reetz und Andreas Noack sowie Dr. Benjamin Grimm, Staatssekretär in der Potsdamer Staatskanzlei, in der Mönchmühle versammelt.
Mühlenbecks ehemalige langjährige Ortsvorsteherin Anita Warmbrunn hält die Laudatio auf Jutta Rüdiger. 40 Jahre lang war sie in der Verwaltung für Soziales zuständig, und in ihrer Freizeit war es nicht anders, immer unterwegs für die Belange derer, die sich nicht so gut für sich selbst einsetzen können. Bei der Volkssolidaritätsgruppe Mühlenbeck ist Jutta Rüdiger seit 1993 sehr aktiv. "Wie Rotkäppchen besucht sie die älteren Mitglieder schon mal mit Wein und Kuchen", nennt Anita Warmbrunn ein Beispiel. Nach dem Motto "gemeinsam, nicht einsam" gestaltet sie Spielenachmittage, interessiert bei Spaziergängen mit ihrem Golden Retriever nebenbei neue Mitglieder für die Vokssolidarität oder schreibt für die Vereinszeitung "Herbstzeitlose". Die 73-jährige Mühlenbeckerin hat aber ebenso Organisationstalent für immer neue Volkssoli-Reiseziele. Im Mittelpunkt stehe sie gar nicht so gerne, verrät Jutta Rüdiger im Gespräch. Über die Ehrung freut sie sich, und von dem Gutschein, den ihr Bürgermeister Smaldino überreicht, will sie ihren Volkssoli-Vorstand einladen.

Wir sind wieder vor Ort für Sie da !

Zur Einhaltung der Hygienvorschriften vereinbaren Sie bitte vorab einen Termin mit unseren Mitarbeiter*innen !

Werte Mitglieder der Volkssolidarität,werte Gäste,

 

Unsere Geschäftsstelle in Oranienburg ist wieder geöffnet!

Bitte beachten Sie dabei die seit vergangenem Jahr geltenden Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 9 bis 15 Uhr, Pause von 12 bis 13 Uhr.

Aufgrund der weiterhin geltenden Regelungen zu Mindestabständen und den Hygienekonzepten können wir Ihnen bis auf weiteres ausschließlich vorab vereinbarte Termine in unserer Geschäftsstelle anbieten!

Wir bitten Sie daher in jedem Fall um Terminvereinbarung unter Telefon 03301 6004014 oder per E-Mail: oberhavel@volkssolidaritaet.de.

Die Spenden-/Listensammlung geht weiter – bis 31.12.2020 ist es möglich zu sammeln. Konkrete Termine zur Abrechnung der Listen erhalten Sie ab September/Oktober 2020.

Leider müssen der Landeswandertag und die zentrale Auszeichnungsfeier in das nächste Jahr verschoben werden – genaue Termine erhalten Sie von uns Anfang 2021.

Regelungen zum Verbandstag Oberhavel können wir Ihnen ca. ab Anfang September 2020 mitteilen.

Die Volkssolidarität LV Brbg. e.V. lobt einen „Echt-Solidarisch-Preis“ aus, die entsprechenden Unterlagen sind unter www.volkssolidaritaet.de/brandenburg zu finden. Einsendeschluss ist der 31.08.2020, gern auch per E-Mail an brandenburg@volkssolidaritaet.de

Aufruf zur aktuellen Kampagne: #GutesimSinn - Online Spenden !

Spendensammlung für die Kommunikation in der Pflege

https://www.gutesimsinn.de/spenden/

Zusammen ist man weniger allein, heißt es in einem Sprichwort. Doch Zusammensein ist in der Corona-Krise so gut wie unmöglich. Vor allem die Bewohner*innen in unseren Pflegeheimen sowie unseren Pflegediensten leiden sehr darunter, ihre Familie und Freunde nicht mehr sehen zu dürfen.

Um die schwere Zeit der Isolation etwas leichter zu machen, initiieren wir aktuell verschiedenste Projekte, darunter die Anschaffung von Tablets zur Kommunikation mit Angehörigen, die Entwicklung weiterer Unterhaltungsangebote sowie die Bereitstellung von Streamingdiensten und E-Learning-Portalen. Mit deiner Spende hilfst du uns dabei!

Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in unseren Pflegeeinrichtungen und -diensten engagieren sich Tag und Nacht, um die Versorgung, Pflege und Betreuung von über 40.000 hilfebedürftigen Menschen in dieser gefährlichen Zeit sicherzustellen. Wir wollen sie in diesen schweren Wochen der Isolation nicht alleine lassen! Mit deiner Spende können wir auch während der Corona-Krise überall dort unterstützend anpacken, wo eine helfende Hand gebraucht wird, denn die Volkssolidarität hat „Gutes im Sinn“.

Seit 75 Jahren bindet die Volkssolidarität Menschen ins gesellschaftliche Leben ein und bietet sozialen Schutz, insbesondere vor Ausgrenzung und Isolation. Die lange Tradition unseres Engagements für ältere Menschen gerade in Notsituationen ist ein Inbegriff für gelebte Solidarität. Gemäß unserem Verbandsmotto „Miteinander – Füreinander“ und verpflichtet sie uns, Verantwortung zu übernehmen.

Mit deiner Spende entlasten Sie auch unsere Pflegemitarbeiter*innen, die – nicht nur in Zeiten von Corona – eine zentrale Säule unseres Gesundheitswesens sind!

https://www.gutesimsinn.de/spenden/

Harte Schale - weicher Kern

Motorrad-Interessengruppe kümmert sich um betreute Kinder

Wo gibt es das schon - eine Motorrad-Interessengruppe trifft sich zu einer Mitgliederversammlung und bekommt dabei gratis von Kindern ein Tanz-Gesang-Kulturprogramm geboten. So geschehen an einem Freitagabend Anfang Februar in der Dorfgaststätte "Zur Linde" in Krackow (Mecklenburg-Vorpommern). Kinder aus der Wohngruppe LaLeLu in Stegelitz (Uckermark) ließen sich vernehmen und gaben dem Treffen ihre ganz eigene Note. Dies war nicht von ungefähr, denn es handelte sich um eine Danksagung. Mit dem Viertelstunden-Programm, das sie eine Woche lang mit der neuen Mitarbeiterin  Diana Schramm einstudiert hatten, bedankten sich die Kinder bei der Interessengruppe "Hühnerstall" sowie bei den "Oldtimer- und Motorradfreunden Nordost" für eine Zuwendung, die in ihrer Stetigkeit und Intensität ihresgleichen sucht. Seit anderthalb Jahren "vergeht keine Woche, ohne das nicht einer vorbeikommt und etwas mitbringt", sagt Leiterin Simone Sander.

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