Volkssolidarität


Brandenburg

Delegiertenversammlung

Bewährtes festhalten und Neues wagen

Bunt und vielseitig geht es bei der Volkssolidarität in der Lausitz zu. Das zeigte sich auch in diesem Jahr bei der Delegiertenversammlung in Cottbus. Über turbulente Jahre, erfolgreiche Vereinsarbeit und abwechslungsreiche Angebote in den Ortsgruppen wurde hier berichtet. Aber auch neue Aufgaben und Ziele wurden formuliert, um den Verband zu stärken. Der Verbandsbereich Lausitz konnte bei seiner Versammlung am 22. November 2017 in der Begegnungsstätte Cottbus die Vorstandsvorsitzende des Landesverbandes Ines Große und den Referenten des Mitgliederverbandes Jörg Jutzi begrüßen.

(Präsidium: Ines Große, Monika Meißner, Christa Kunaschk, Lieselotte Meyer, Jörg Jutzi)

 

 

 

Die Beiratsvorsitzende Monika Meißner legte als erste Rechenschaft ab und hatte von guten Ergebnissen, fleißiger Arbeit aber auch von weniger positiven Entwicklungen zu berichten. Obwohl der 70. Jahrestag der Volkssolidarität im Jahr 2015 einen spürbaren Imagegewinn und ein Plus an öffentlicher Wahrnehmung für den Verband  gebracht hatte, konnten die Mitgliederzahlen nicht gehalten werden. Im Verbandsbereich Lausitz gibt es derzeit 80 aktive Ortsgruppen und 2.751 Mitglieder. Nicht nur wegen des hohen Altersdurchschnittes der Mitglieder sind mehr Abgänge zu verzeichnen als neue Mitglieder gewonnen werden können, bilanziert die Beiratsvorsitzende und ruft gleichzeitig auf: „Starten wir heute gemeinsam eine neue Mitgliederwerbungsinitiative!“ Diese soll nicht nur durch eine bessere Öffentlichkeitsarbeit unterstützt werden, sondern auch durch neue Angebote, Formen und Strukturen, die für Familien und Jüngere interessant sind. Neue Begegnungen und Bildung sollten durch die Volkssolidarität ermöglicht werden. Bewährtes festhalten und Neues wagen soll die Devise im nächsten Jahr sei. Auch Ines Große sieht Potenzial auf diesem Gebiet und fordert dazu auf, ehrenamtliches Engagement so früh wie möglich zu fördern und Ehrenamtskoordinatoren zu installieren.

 

Im Verbandsbereich Lausitz wird das Jahr 2018 vor allem durch einen Generationswechsel auf der Leitungsebene geprägt sein. Lieselotte Meyer, seit 12 Jahren Geschäftsführerin im Verbandsbereich Lausitz, geht in den Ruhestand. Ihre Funktion übernimmt ab 1. Januar 2018 Melanie Federau, die ihr Studium als Master für Sozialmanagement abgeschlossen unter anderem Erfahrungen als Kita-Koordinatorin beim Paritätischen Landesverband Brandenburg gesammelt hat. Sie wird einen sehr lebendigen Verband übernehmen. Das zeigte sich an den Berichten einiger Mitglieder. Barbara Franke ist die Initiatorin des Bildungszentrum 55+ in Spremberg, das sich zum Ziel gesetzt hat, Senioren geistig rege und gut informiert zu erhalten. Im September 2012 startete die Veranstaltungsreihe mit dem Thema „Strittmatter und die Lausitz“. Seitdem finden regelmäßig Vorträge zur Heimatgeschichte statt, die teilweise sehr gut gesucht sind. Seit zwei Jahren gibt es zusätzlich den Literatursalon. Sehr aktiv ist in Spremberg auch die Ortsgruppe Cantdorf mit 75 Mitgliedern. Zehn Veranstaltungen werden jährlich unter der Federführung von Doris Franke organisiert, unter anderem Verkehrsteilnehmerschulungen, Ausflüge in die Region, Betriebsbesichtigungen und Fachvorträge. Bei der Weihnachtsfeier werden polnische Senioren zu Gast sein, zu denen regelmäßige Kontakte gepflegt werden. Stefanie Meyer zog eine sehr positive Bilanz ihrer Ortsgruppe in Cottbus. Veranstaltungen wie Tanzen, Sport, Gedächtnistraining, Handarbeit finden in der Begegnungsstätte statt. Doch wichtig für den Zusammenhalt ist der Besuch der Mitglieder zu Geburtstagen oder bei Krankheit. Stolz konnte sie berichten, dass alle Mitglieder am Lastschriftverfahren teilnehmen und auch in diesem Jahr wieder eine erfolgreiche Spendensammlung durchgeführt werden konnte. Waltraud Bigalke aus Cottbus hat sogar ein Loblied auf die Cottbuser Begegnungsstätte gedichtet, das mit viel Beifall honoriert wurde. Die Ortsgruppe 18 in der Branitzer Siedlung in Cottbus fertigt jedes Jahr eine Chronik über ihre Aktivitäten, die von den Mitgliedern käuflich erworben werden kann. Diese Chronik ist auch bei den Spendensammlungen immer dabei, berichtet  Rosemarie Fritzsch. 

 

Die Spendensammlung wird auch im kommenden Jahr wieder die erste große Herausforderung werden, um die Verbandsarbeit finanziell auf stabile Füße zu stellen. Eine weitere Herausforderung wird der Umbau der Begegnungsstätte in Cottbus, die umfassend sein wird. Ines Große verspricht für dieses Planungs-Projekt die Einbeziehung der Mitglieder.

 

Carola Krickel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Beiratsvorsitzende Monika Meißner verabschiedet die Geschäftsführerin Lieselotte Meyer, die zum Jahresende in den Ruhestand geht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Waltraud Bigalke trug ihr Loblied auf die Begegnungsstätte Cottbus in Reimform vor.