Volkssolidarität


Mecklenburg-Vorpommern

Ambulanter Psychiatrischer Pflegedienst/ Soziotherapie

 

Was ist "Ambulante Psychiatrische Pflege"?

 

Ambulante psychiatrische Pflege (APP) ist ein aufsuchendes, gemeindeorientiertes Vorsorgungsangebot. Sie unterstützt Sie dabei, ein eigenständiges Leben in Ihrem gewohnten Umfeld zu führen.

Ambulante Pflege bezieht die individuellen, aber auch die sozialen Resourcen Ihres Umfeldes mit ein. Sie kann mithelfen, wiederkehrende stationäre Behandlungen vorzubeugen und vermeidet, durch flexible und aufsuchende Angebote, Behandlungsabbrüche.

Ambulante psychiatrische Pflege bietet Ihnen die Chance, in einer Lebenskrise oder Leidenssituation weiterhin am sozialen Leben teilzuhaben, Sie in der (Wieder-) Entdeckung Ihrer persönlichen und sozialen Ressourcen zu stärken, sowie Isolation und Vereinsamung zu vermeiden.

 

Warum ambulante psychiatrische Pflege?

 

Durch den Einsatz einer Pflegekraft der APP soll der psychisch erkrankte Mensch mit verschiedenen verordnungsfähigen Maßnahmen unterstützt werden. Ziel ist es, eine stationäre Behandlung zu vermeiden oder zu verkürzen.

Dabei geht es konkret um:

  • Sicherung der Ziele ärztlicher Behandlungen
  • Unterstützung eines eigenständigen Lebens zu Hause
  • Überwindung und Vermeidung von Krisen
  • Einbeziehung von Angehörigen
  • Entwicklung von Strategien zur Krisenvermeidung

 

Wer trägt die Kosten?

 

  • Die Kostenübernahme ist eine Regelleistung der Krankenkassen
  • Ambulante psychiatrische Pflege kann in der Regel bis zu vier Monate verordnet werden
  • Hausbesuche sind bis zu zweimal täglich möglich

 

Für wen bieten wir ambulante psychiatrische Pflege an?

 

  • Akut psychisch erkrankte Menschen
  • Chronisch psychisch erkrankte Menschen
  • psychisch erkrankte Menschen im höheren Lebensalter
  • Menschen mit Beeinträchtigungen infolge psychisch oder neurologischer Erkrankungen
  • Menschen mit Beeinträchtigungen infolge von Suchtmittelmissbrauch

 

Welche Leistungen bieten wir Ihnen?

 

  • Gemeinsame Pflegeplanung
  • Gemeinsame Erarbeitung von Lösungen zur Krisenbewältigung sowie neuer Sicht- und Verhaltensweisen
  • Vorbeugen von Suizidgefährdung (z.B. Treffen von Vereinbarungen)
  • Angstexpositionstraining (Training angstbesetzter Alltagsbewältigung)
  • Hilfe bei der Tages- und Wochenstrukturierung
  • Psychische Entlastung im Alltag (z.B. Gefühle der Angst, Trauer und Freude)
  • Lebenspraktisches Training
  • Förderung sinnvoller Beschäftigungs- und Freizeitmöglichkeiten
  • Kognitives Training (z.B. Gedächtnistraining)
  • Zusammenarbeit mit Familienangehörigen und Bezugspersonen
  • Kontaktaufnahme und Kooperation mit anderen an der Behandlung Beteiligten, Diensten und Institutionen
  • Begleitung zu notwendigen Arztbesuchen
  • Anleitung zum eigenverantwortlichen Umgang mit Medikamenten
  • Hilfe bei der Beantragung der Verordnung zur Kostenübernahme