Volkssolidarität


Presse
31.08.2020

Volkssolidarität zum Weltfriedenstag

"Frieden ist das höchste menschliche Gut. Sich dafür einzusetzen, dass er geschaffen und erhalten wird, ist seit 75 Jahren für alle in der Volkssolidarität Engagierten Verpflichtung und Anliegen", erklärt der Präsident der Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff, anlässlich des Weltfriedenstages am 1. September.

Für die Volkssolidarität hat der Weltfriedenstag eine besondere Bedeutung. Ihre Gründung ist direkt verbunden mit der zu Kriegsende bestehenden sozialen Ausnahmesituation. Chaos, Elend, Trümmer prägten im Jahr 1945 das Alltagsbild. Die Volkssolidarität organisierte als einer der ersten demokratischen Akteure jener Nachkriegsjahre den Kampf ums Überleben der Menschen in Deutschland und ganz besonders für die Menschen, die auf der Flucht waren. Die freiwilligen Helfer/-innen der Volkssolidarität richteten Wärmestuben und Suppenküchen ein, eröffneten Einrichtungen für die vielen Waisenkinder, sammelten Brennholz, Bekleidung, Möbel, Lebensmittel.

"Dieses Bekenntnis zu Solidarität und Humanität sowie der Wunsch nach Frieden bestimmen auch heute das Handeln der Mitglieder des Verbandes, von denen viele selbst noch die Schrecken des Krieges erlebt haben. "Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg" war eine Botschaft, die den Willen vieler Menschen ausdrückte, sich aktiv für den Frieden einzusetzen. Unmittelbar nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg war diese Haltung auch in der Volkssolidarität verankert und dies ist auch heute so. In unserem Leitbild heißt es: "Wir bekennen uns zu Frieden, Humanismus, Demokratie und Solidarität als Grundwerte unseres Handelns und stehen in der Tradition der Gründung unseres Verbandes durch das antifaschistische Bündnis aller Parteien und Kirchen."

Unsere Aufgabe als Sozial- und Wohlfahrtsverband heute ist es darauf hinzuweisen, dass die Sozialpolitik neben der Wirtschafts-, Außen- und Innenpolitik Wichtiges leisten kann, um Gewalt zu vermeiden und Frieden zu erhalten. Die Politik steht in der Verantwortung, Grundlagen für ein friedliches Zusammenleben in unserem Land und mit anderen Staaten zu schaffen. Dazu gehört aus unserer Sicht, soziale Konflikte zu vermeiden. Alle Menschen hierzulande und anderswo und egal welcher Herkunft haben das Recht auf ein menschenwürdiges Leben. Die Politik muss aktiv werden gegen die zunehmende gesellschaftliche Spaltung in arm und reich, die anhaltend hohe Kinderarmut und wachsende Altersarmut. Eine Politik für mehr soziale Gerechtigkeit ist ein grundlegender Beitrag für Frieden – hierzulande, in Europa und weltweit!", sagt Dr. Wolfram Friedersdorff.