Volkssolidarität


Presse
02.10.2019

Volkssolidarität zum Tag der Deutschen Einheit

Anlässlich des 29. Jahrestages der Deutschen Einheit am 3. Oktober weist der Präsident der Volkssolidarität Dr. Wolfram Friedersdorff auf weiterhin bestehende Ungleichheiten zwischen neuen und alten Bundesländern hin:

„In den letzten 29 Jahren wurde durch große Anstrengungen in Ost und West viel erreicht, worauf wir gemeinsam mit Stolz zurückblicken können. Trotzdem bleibt viel zu tun, um die Deutschen Einheit auch zu einer sozialen Einheit werden zu lassen. Regelmäßig belegen die offiziellen Statistiken und Umfragen, dass die Gehälter im Osten niedriger, die Arbeitslosigkeit höher und die allgemeine Zufriedenheit der Menschen geringer ist.“

Viele, vor allem junge und gut ausgebildete Menschen haben die neuen Bundesländer seit der Wende verlassen. Besonders von Abwanderung betroffen waren und sind hiervon die ländlichen Regionen Ostdeutschlands. Der Verbandspräsident fordert daher, die Bemühungen der Bundesregierung, gleichwertige Lebensverhältnisse im gesamten Bundesgebiet herzustellen, zu verstärken:

„Als Sozial- und Wohlfahrtsverband, der vor allem in Ostdeutschland aktiv ist, erlebt die Volkssolidarität mit, wie junge Menschen die Regionen verlassen und in der Folge die örtliche Daseinsvorsorge zusammenbricht. Die Volkssolidarität fordert eine gezielte Strukturpolitik, um den ostdeutschen Regionen Entwicklungschancen zu geben und der zunehmenden sozialen Spaltung in unserem Land entgegenzuwirken. Hierzu gehört die Stärkung des Wissenschaftsstandortes Ostdeutschland und die Förderung der technisch ausgerichteten Forschung. Nur so kann es gelingen, attraktive und zukunftsfähige Arbeitsplätze in den ostdeutschen Regionen anzusiedeln und dem demografischen Trend entgegenzuwirken“.

Zuletzt betont Dr. Friedersdorff: „Die Volkssolidarität hat seit der Wende einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt unseres Landes geleistet. Wir haben nicht nur den Wandel der gesellschaftlichen Verhältnisse gemeistert, sondern auch den Menschen in den neuen Ländern geholfen, die Veränderungen zu bewältigen. Auch in Zukunft werden wir uns getreu unseres Mottos ‚Miteinander – Füreinander‘ dafür einsetzen, dass der für uns zentrale Wert der Solidarität ein Leitbild des politischen Handelns in Deutschland bleibt.“