Volkssolidarität


Presse
30.08.2019

Volkssolidarität fordert Aufwertung des Pflegeberufs

Zu der Forderung Bernd Riexingers (DIE LINKE), das Gehalt von Pflegefachkräften pauschal um 500 Euro zu erhöhen, äußert sich der Präsident der Volkssolidarität Dr. Wolfram Friedersdorff wie folgt: „Die niedrigen Löhne in der Pflege sind ein Ausdruck der geringen sozialen Wertschätzung, die dieses Berufsfeld in Deutschland erfährt.

Die Konsequenzen hiervon machen sich bemerkbar: Angesichts des eklatanten Mangels an Fachkräften ist die pflegerische Versorgung in vielen Regionen Deutschlands in Gefahr. Das Beschäftigungsfeld Pflege muss aufgewertet werden, das gilt sowohl für Fach- als auch für Hilfskräfte. Hierzu gehören neben besseren Arbeitsbedingungen natürlich auch höhere Löhne. Die Bundesvereinigung der Arbeitsgeber in der Pflege (BVAP) wurde im Juni dieses Jahres mit dem Ziel ins Leben gerufen, einen repräsentativen, bundesweit gültigen Tarifvertrag für die Pflege mit den Gewerkschaften auszuhandeln. Der Bundesverband der Volkssolidarität hat die BVAP mitgegründet, um mit seinen Pflegebetrieben an diesen Verhandlungen beteiligt zu sein.

Dennoch gilt es auch zu beachten, dass nach derzeitiger Rechtslage die dringend notwendigen höheren Löhne für das Pflegepersonal vollständig von den zu Pflegenden getragen werden müssten. Die Volkssolidarität fordert daher die Abkehr vom Teilkasko-Prinzip in der Pflegeversicherung hin zu einer Pflegevollversicherung. Unsere Forderung lautet, den Eigenanteil in der Pflege auf 15 Prozent der Pflegekosten zu begrenzen.“