Volkssolidarität


Presse
13.11.2019

Volkssolidarität begrüßt Beschluss des Bundeskabinetts zur Errichtung eines Sondervermögens

Der Präsident der Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff, begrüßt den heutigen Beschluss des Bundeskabinetts, ein Sondervermögen von zwei Milliarden Euro zu errichten, um die Bundesländer beim Ausbau der kommunalen Bildungsinfrastruktur für den ab 2025 in Kraft tretenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter auf den Weg zu bringen.

„Die Einführung des Ganztagsanspruchs für ältere Kinder ist ein wichtiger Schritt für das familienpolitische Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland“, betont Dr. Friedersdorff. „Viele Eltern stehen nach der Kita und ab dem Schuleintritt ihrer Kinder wieder vor dem Problem, dass sie die Nachmittagsbetreuung erneut selbstbestimmt organisieren oder sogar selbst übernehmen müssen. Dieses Problem betrifft noch immer insbesondere die Mütter, die ihren Beruf nicht selten aufgeben oder in Teilzeit arbeiten, um die Betreuung ihrer Kinder zu gewährleisten. Dieser Zustand ist sowohl volkswirtschaftlich als auch frauen- und familienpolitisch untragbar.“

Dabei seien die Bedarfe der einzelnen Bundesländer für den Ganztagsausbau ganz unterschiedlich gelagert. „In den ostdeutschen Bundesländern ist die Ganztagsbetreuung ihrer Grundschulkinder für viele Familien bereits selbstverständlich.“ Die Betreuungsquoten von Horten lägen in den ostdeutschen Ländern steigend etwa zwischen 67 und 86 Prozent.

„Ein Sondervermögen ist deshalb ein sehr wichtiger erster Schritt, um die notwendigen Investitionen für den garantierten Ganztag für Grundschulkinder in den Ländern voranzutreiben. Hier muss wie beim Kitaausbau gewährleistet werden, dass die Gelder über die Kommunen dann auch direkt und unbürokratisch rechtzeitig bei den freien Trägern ankommen. Gleichzeitig braucht es dringend Investitionen in sozialpädagogische Ausbildungsstätten sowie eine garantierte Ausbildungsvergütung für die so dringend benötigten Berufsgruppen“, fordert der Verbandspräsident.