Volkssolidarität


Mecklenburg-Vorpommern

Begegnungen im Alten Forsthof

Tag der Architektur lockte auch ehemalige Eigentümerfamilie an

Ludwigslust - Rückblicke in die Vergangenheit, Einblicke in die Gegenwart und Ausblicke in die Zukunft - am Tag der Architektur wurde der Alte Forsthof für rund 50 Besucher zum Begegnungsort. Die Enkelinnen der ehemaligen Eigentümerfamilie von Döring, die das Gehöft im Jahr 1898 erworben hatte, erzählten am Sonnabend, 23. Juni, aus ihren Erinnerungen. Architekt Roland Schulz erklärte den Umbau und Geschäftsführer Holger Mieth berichtete von seinen Neubauplänen. 

 

 

Zimmerflucht statt Flurtüren

"Für jedes Kind wurde ein Baum gepflanzt", erzählen die Nachkommen von Döring bei ihrem Besuch. Einige Bäume stehen noch. "Früher gab es auch keinen Flur wie heute nur eine Flucht von Zimmern." Wie der Forsthof sich veränderte, zeigen auch historische Fotos in einem Fotoalbum. Die kleine Sammlung hatten die Enkelinnen extra für die Volkssolidarität angelegt und übergeben.

"Wir freuen uns sehr, es gibt kaum Überlieferungen wie Bilder und Grundrisse aus der Vergangenheit", erklärt Geschäftsführer Holger Mieth. "So haben wir einen kleinen Eindruck, wie schön der Alte Forsthof früher aussah."

1,4 Millionen für den Umbau

Im vergangenen Jahr baute die Volkssolidarität Südwestmecklenburg das denkmalgeschützte Gebäude für rund 1,4 Millionen Euro um. Unter Leitung des Schweriner Architekten Roland Schulz wurde der knapp 230 Jahre alte Forsthof komplett saniert und für seine neue Benutzung hergerichtet. 

"Das hat sich wirklich gelohnt", schwärmen Besucher. "Hier möchte man gern die Tagespflege besuchen. Es wirkt so gemütlich und ganz anders als die üblichen Senioreneinrichtungen, die oft eher an ein Krankenhaus erinnern."

Das konnten die Tagespflege-Gäste bestätigen. Sie hatten gemeinsam mit VS-Mitarbeitern zur Feier des Tages Kuchen gebacken, einen kleinen Trödelbasar auf die Beine gestellt und ein kulturelles Programm organisiert. 

Neubaupläne

Neugierigen erläuterte Holger Mieth außerdem seine Pläne für einen Neubau in direkter Nachbarschaft. Hier soll ein zweistöckiges Gebäude entstehen mit einem kleinen Café, barrierefreien Wohnungen und Praxisräumen. "Wir sind in den Planungen, einen konkreten Zeitplan gibt es aber noch nicht", so der VS-Chef.