Volkssolidarität


Rente und Senioren

Aktives Altern

Die Volkssolidarität setzt sich für eine Seniorenpolitik ein, die die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, die soziale Absicherung, die Generationensolidarität sowie die gesundheitliche und pflegerische Versorgung gewährleistet.

Der demographische Wandel, die höhere Lebenserwartung und der bessere Gesundheitszustand älterer Menschen erfordern ein neues gesellschaftliches Altersbild. Die Seniorenpolitik darf sich nicht allein auf Fragen der Alterssicherung und Pflegebedürftigkeit beschränken. Vielmehr ist eine gesamtgesellschaftliche, interdisziplinäre Anstrengung erforderlich, um eine aktives und würdevolles Leben im Alter zu gewährleisten.

Solidarische Rente

Eine solidarische, sozial gerechte und zukunftsfähige Rentenversicherung bildet das Fundament für ein aktives und selbstbestimmtes Leben im Alter. Die gesetzliche Rente ist auch in Zukunft die wichtigste Säule der Alterssicherung. Die heute Beschäftigten brauchen die Gewissheit, dass sie nach einem langen Arbeitsleben eine Rente deutlich oberhalb der Grundsicherung erhalten. Die Altersarmut und die damit einhergehende soziale Ausgrenzung muss entschieden bekämpft werden. Dies darf jedoch nicht auf Kosten der jüngeren Generationen geschehen. Die Volkssolidarität setzt sich dafür ein, die sozialen Sicherungssysteme im Interesse aller Generationen sozial gerecht und zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Längeres Arbeiten

Die Volkssolidarität fordert, die Voraussetzungen für längeres Arbeiten zu verbessern. Dafür sind bei der betrieblichen Gesundheitsförderung, den Arbeitsbedingungen sowie bei der Weiterbildung deutliche Fortschritte zu erzielen. Vor dem Hintergrund der Anhebung der Regelaltersgrenzen für den abschlagsfreien Bezug einer Altersrente sollen flexible und auf den gesundheitlichen Zustand des Einzelnen abgestimmte Übergange vom Arbeitsleben in die Rente gewährleistet werden, um erhebliche Renteneinbußen zu vermeiden.

Soziale, kulturelle und politische Teilhabe

Die Volkssolidarität tritt dafür ein, die aktive Rolle der älteren Menschen im gesellschaftlichen Leben stärker zu berücksichtigen und zu fördern. Die Potenziale der Älteren müssen in den Fokus genommen und für das freiwillige ehrenamtliche Engagement genutzt werden. Um eine soziale oder kulturelle Isolation zu verhindern, soll die Infrastruktur insbesondere im ländlichen Raum verbessert und barrierefrei gestaltet werden. Auf politischer Ebene ist dem stärkeren demographischen Gewicht der Älteren durch mehr Mitbestimmung Rechnung zu tragen.

Wohnen im Alter

Das selbstständige Leben in der eigenen Wohnung ist für die meisten Seniorinnen und Senioren das erklärte Ziel für ihren Lebensabend. Doch altersgerechter Wohnraum ist knapp in Deutschland. Die Volkssolidarität engagiert sich für ein langfristig angelegtes Programm von Bund und Ländern, in dem speziell der Neubau und die Sanierung bestehenden Wohnraums gefördert wird, der altersgerecht, barrierefrei und bezahlbar ist. Der Ausbau des betreuten Wohnens, das den Menschen eine größtmögliche Autonomie mit gleichzeitiger Unterstützung im Alltag bietet, wäre ein wichtiger Baustein einer altersgerechten Wohnungspolitik.

„Brücken bauen“

12. Deutscher Seniorentag 2018 in Dortmund

„Brücken bauen“ lautet das Motto des 12. Deutschen Seniorentages, der vom 28. bis 30. Mai 2018 in den Westfalenhallen in Dortmund stattfindet. Bei mehr als 200 Veranstaltungen steht die Frage im Mittelpunkt, wie ein aktives, möglichst gesundes und selbstbestimmtes Älterwerden gelingen kann. Der Deutsche Seniorentag richtet sich an die Generationen 50+ und ihre Angehörigen, an Fachleute und freiwillig Engagierte. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird die Großveranstaltung am 28. Mai 2018 als Schirmherr eröffnen.

Sich informieren und diskutieren

Drei Tage lang geht es in Dortmund um die Themen Engagement und Bildung, Wohnen, Gesundheit und Pflege – und um die große Frage, wie die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft gemeistert werden können. Unter dem Motto „Brücken bauen“ richtet sich der Blick dabei auch darauf, wie Verbindungen von Menschen unterschiedlicher Generationen, Herkunft oder Lebenssituation gelingen können. Die Mitgliedsverbände der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) stellen dazu gelungene und innovative Projekte aus ihrer Arbeit vor, zum Beispiel zum guten Umgang mit Demenz, zur Unterstützung pflegender Angehöriger oder zum Leben und Wohnen im Quartier. Die Veranstaltungen bieten ein Forum, um mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen und auch kontroverse Themen wie die Zukunft der Rente zu diskutieren. 

Das komplette Programm des 12. Deutschen Seniorentages ist auf der Internetseite www.deutscher-seniorentag.de abrufbar.