Volkssolidarität


Thüringen

Corona: Volkssolidarität fordert angemessene Schutzausstattung in der Altenpflege

In Anbetracht der immer knapper werdenden Vorräte an Atemschutzmasken, Desinfektionsmittel und anderer Schutzausstattung erklärt der Präsident der Volkssolidarität Dr. Wolfram Friedersdorff:

„Der Mangel an Schutzausstattung macht sich auch in der Altenpflege immer bemerkbarer. Sind unsere Pflegerinnen und Pfleger nicht ausreichend geschützt, gefährdet dies sowohl sie selbst als auch die betreuten Personen. Beschäftigte in der Altenpflege stehen in besonders engem Kontakt zu hochbetagten und chronisch kranken Menschen, also der Gruppe, die von COVID-19 besonders bedroht ist. Dem muss durch eine entsprechende Berücksichtigung der Altenpflege bei der Verteilung von Schutzausrüstung Rechnung getragen werden. Dass man von offizieller Seite auf Nachfrage statt konkreter Unterstützung Anleitungen zur Herstellung von improvisierten Atemschutzmasken aus Stofftüchern erhält, ist ein handfester Skandal.“

Mit Unverständnis blickt Wolfram Friedersdorff auch auf die zum Teil ins Utopische gestiegenen Preise für Schutzausrüstung: „Es ist zutiefst verstörend, dass trotz des gesellschaftlichen Ausnahmezustands das Handeln einiger Anbieter allein vom Streben nach Profitmaximierung bestimmt zu sein scheint. Wir fordern, dass gegen Wucherer entschieden vorgegangen wird. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Altenpflege in der Versorgung mit Schutzausstattung hintenangestellt wird. Von den Landesregierungen und der Bundesregierung, die ihre Pflicht zur Bevorratung von Schutzausrüstung völlig vernachlässigt haben, erwarten wir, dass sie umgehend nicht nur auf dem internationalen Markt tätig werden, sondern auch in Deutschland Produktionsmaterialien für die dringend notwendige Schutzausstattung akquirieren.“