Volkssolidarität


Thüringen

Soziale Plattform Wohnen: Bündnis fordert wohnungspolitischen Kurswechsel

Mit der heute gegründeten "Sozialen Plattform Wohnen – Für eine menschenorientierte Wohnungspolitik" wollen sich acht Wohlfahrts-, Sozial- und Fachverbände für Menschen engagieren, die auf dem derzeitigen Wohnungsmarkt kaum Chancen haben.

Die Mitzeichner der Plattform sehen mit Sorge, dass besonders in den Ballungsgebieten kaum noch bezahlbarer Wohnraum vorhanden ist. Am stärksten von Wohnungsnot betroffen sind Menschen ohne Arbeit, mit einer Behinderung oder Krankheit, in einem bestimmten Alter,  mit Schulden oder Alleinerziehende. Den Stimmen dieser Menschen möchte die Soziale Plattform Wohnen Gehör verschaffen.

Die Initiatoren fordern von den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft stärkere Investitionen der Öffentlichen Hand für bezahlbaren Wohnraum, die Stärkung nicht-profitorientierten Bauens, Schutz vor Verdrängung besonders gefährdeter Menschen und die Förderung von barrierefreiem und inklusiven Wohnen.

"Viele Senior/-innen leben in nicht-altersgerechtem Wohnraum, können sich aber wegen ihrer geringen Rente den Umbau der Wohnung oder einen Umzug nicht leisten. Für die Betroffenen bedeutet dies eine deutliche Einschränkung ihrer Lebensqualität", sagt der Präsident der Volkssolidarität Dr. Wolfram Friedersdorff.

Der Sozialen Plattform Wohnen gehören der Paritätische Gesamtverband, der Sozialverband VdK, der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband e.V., die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen e.V., die Volkssolidarität Bundesverband e.V., der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V., die Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. und der Sozialverband SoVD e.V. an.

Die Soziale Plattform Wohnen veröffentlicht zu ihrem Auftakt die Broschüre "Menschen im Schatten des Wohnungsmarktes", in dem neben den Forderungen der Plattform auch sechs spannende Reportagen von Menschen zu finden sind, die es auf dem Wohnungsmarkt schwer hatten beziehungsweise haben. 

Hier finden Sie das Plattformpapier "Für eine menschenorientierte Wohnungspolitik".