Volkssolidarität


Thüringen

Volkssolidarität kritisiert zunehmende Altersarmut

Anlässlich des Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut am 17. Oktober macht die Volkssolidarität auf die zunehmende soziale Spaltung in Deutschland aufmerksam.

„Während der positiven Entwicklung der deutschen Wirtschaft in den vergangenen Jahren ist es nicht gelungen, Armut nachhaltig zurückzudrängen“, kritisiert Verbandspräsident Dr. Wolfram Friedersdorff. „Ganz im Gegenteil: die Zahl der Armen in Deutschland ist auf einem traurigen Rekordhoch. Jeder sechste Haushalt lebt mittlerweile unterhalb der Armutsgrenze“. Laut dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) sind 16,8 Prozent der Bevölkerung Deutschlands von Armut bedroht oder betroffen. Dies entspricht ungefähr 13,7 Millionen Menschen.

Besondere Sorge bereitet der Volkssolidarität die besonders rasch ansteigende Zahl der armen Rentner/-innen. „Altersarmut ist eine besonders schlimme Form von Armut, da Senior/-innen in der Regel keine Möglichkeit zur Einkommensaufbesserung haben. Im Alter gilt meist: Einmal arm, immer arm“, bemerkt der Verbandspräsident. Ferner steigen die Kosten, die für Gesundheit und Pflege aufzubringen sind, mit dem Alter in der Regel an.

„Leider“, so Dr. Friedersdorff weiter, „ist diese Entwicklung noch längst nicht abgeschlossen. Steuert die Bundesregierung nicht schnell und entschieden dagegen, ist in naher Zukunft mehr als jeder fünfte Rentnerhauhalt von Armut bedroht. Die Volkssolidarität spricht sich für die Einführung des von Bundesminister Heil (SPD) vorgeschlagenen Grundrentenmodells aus, um den Anstieg von Altersarmut zumindest teilweise abzufedern.“