Volkssolidarität


Thüringen

Volkssolidarität zum Weltkindertag

Der Präsident der Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff, begrüßt anlässlich des Weltkindertages am 20. September die Pläne der Bundesregierung zur Verankerung der UN-Kinderrechte ins Grundgesetz sowie die derzeitigen vielfältigen politischen Bestrebungen in Richtung einer Kindergrundsicherung:

„Alle Kinder brauchen die bestmögliche Unterstützung, um ihre Möglichkeiten und Potentiale auszuschöpfen. Das gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche, deren Familien von Hartz IV betroffen sind oder die in verdeckter Armut aufwachsen. Es muss endlich ein Ende damit haben, dass prekäre finanzielle Familienverhältnisse Kinder und Jugendliche von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgrenzen und ihnen somit auch entscheidende Bildungschancen verwehrt werden. Neben einer Kindergrundsicherung brauchen wir dafür auch flächendeckend kostenlose Bildungs- und Freizeitangebote für alle Kinder.

Aber auch jene Kinder, die von körperlicher, seelischer oder geistiger Behinderung bedroht oder betroffen sind oder anderer spezifischer Förderung und Unterstützung bedürfen, brauchen für ein gleichberechtigtes Aufwachsen die notwendigen politischen Rahmenbedingungen. Hier besteht weiterhin dringender Nachholbedarf im Hinblick auf die inklusive Gestaltung des SGB VIII und die Stärkung der freien Träger und ihrer Einrichtungen bei der professionellen Umsetzung des inklusiven Gedankens im Sinner aller Kinder.“

Die Volkssolidarität fordert zudem die gesetzliche Verankerung von Familienzentren in Kindertageseinrichtungen und die damit verbundene Stärkung der Kita-Sozialarbeit. Besonders in Ostdeutschland sind die Krippe, der Kindergarten und der Schulhort als Institutionen der Kinderbetreuung hochgradig akzeptiert und werden von einem Großteil der Eltern meist ganztätig in Anspruch genommen. Damit sind sie ideale Orte für die präventive Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und deren Familien. „Der Weltkindertag ist für uns ein weiterer Anlass, mehr Anstrengungen zur Durchsetzung unserer Ziele zu unternehmen“, sagt der Präsident der Volkssolidarität.

Mit ihren rund 400 Kindertagesstätten, mehr als 200 Angeboten der Hilfen zur Erziehung und der Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit setzt sich die Volkssolidarität tagtäglich für die Belange von Kindern und Jugendlichen ein. Ein Drittel aller Mitarbeiter/-innen des Gesamtverbandes arbeiten in und für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.