Volkssolidarität


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Wer für soziale Gerechtigkeit streitet, setzt sich für Frieden ein

Zum Weltfriedenstag 2016

Bild: H. S.„Frieden ist das höchste menschliche Gut. Sich dafür einzusetzen, dass er geschaffen und erhalten wird, das ist seit über 70 Jahren für alle in der Volkssolidarität Engagierten Verpflichtung und Anliegen.“ Das erklärte der Präsident der Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff, aus Anlass des Weltfriedenstages am 1. September 2016.

Der Verbandspräsident mahnte eine kritische Auseinandersetzung mit den politischen Entscheidungen an, die den Boden für kriegerische Konflikte bereiten. „Politik kann Kriege verhindern und vermeiden helfen. Doch leider sind kriegerische Konflikte fast ausnahmslos politisch gewollt oder durch verfehlte Politik herbeigeführt. Kriegerische Auseinandersetzungen sind kein Naturgesetz. Sie fangen an mit Konfrontation statt notwendigem Dialog und Kooperation, mit beschnittenen Menschenrechten und billigend in Kauf genommener sozialer Ausgrenzung“, erklärte Friedersdorff. Zu oft werde auf der politischen Ebene tatenlos zugeschaut, wenn Konflikte zu Kriegen werden, und nicht alle friedlichen Möglichkeiten ausgeschöpft, sie zu verhindern. „Beginnt die Gewalt auszubrechen und zu herrschen, wird meist nur nach noch mehr Waffen gerufen.“

Deshalb sei es Aufgabe der Volkssolidarität, als Sozial- und Wohlfahrtsverband darauf hinzuweisen, dass die Sozialpolitik neben der Wirtschafts-, Außen- und Innenpolitik Wichtiges leisten kann, um Gewalt zu vermeiden und Frieden zu erhalten.“ Der Verbandspräsident bezeichnete es als "grotesk“, dass die Bundesrepublik Deutschland als drittgrößter Waffenexporteur einerseits zu den Profiteuren militärischer Konflikte zähle. „Andererseits gibt sie sich als einzige moralische Instanz im Umgang mit Flüchtlingsströmen in Europa.“ Er stellte klar: „Eine wirksame deutsche Friedenspolitik sieht anders aus.“

Der Wille der Menschen in allen Ländern sei es, in Frieden zu leben und nach persönlichen Glück zu streben, so der Verbandspräsident. „Die Politik hierzulande wie anderswo steht deshalb in der Verantwortung, Grundlagen für ein friedliches Zusammenleben in unserem Land und mit anderen Staaten zu schaffen. Dazu gehört aus unserer Sicht, soziale Konflikte zu vermeiden. Alle Menschen hierzulande und anderswo und egal welcher Herkunft haben das Recht auf ein menschenwürdiges Leben. Das darf nicht beschnitten werden, in dem die Interessen von Konzernen und Vermögenden als wichtiger behandelt werde. Die Politik muss aktiv werden gegen die zunehmende gesellschaftliche Spaltung in arm und reich, gegen Massenarbeitslosigkeit, die anhaltend hohe Kinderarmut und wachsende Altersarmut. Das Ausspielen sozial ausgegrenzter Gruppen gegeneinander, wie etwa von Geflüchteten und ‚Hartz IV‘-Empfängern, muss beendet werden. Eine Politik für mehr soziale Gerechtigkeit ist ein grundlegender Beitrag für Frieden – hierzulande, in Europa und weltweit!“