Volkssolidarität


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Psychosoziale Beratung und Betreuung geflüchteter Menschen

Fachtagung der Volkssolidarität

Psychosoziale Beratung und Betreuung ist ein ganzheitliches Angebot, welches Menschen in Krisensituationen unter Einbeziehung ihrer persönlichen Ressourcen sowie ihres sozialen Umfeldes begleitet. Das Erlernen und die Förderung von Handlungskompetenzen zur Lebens- und Problembewältigung stehen dabei im Fokus.

Über 50 Interessierte und Aktive mit und ohne Fluchterfahrung aus der Volkssolidarität und anderen Organisationen fanden sich am 14.12.2017 im Haus Babylon, in Berlin Marzahn-Hellersdorf, zum Fachtag „Psychosoziale Beratung und Betreuung geflüchteter Menschen“ ein. Im gleichnamigen, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderten Projekt, führten Aktive aus den Gliederungen der Volkssolidarität über zwei Monate Befragungen mit geflüchteten Menschen durch. Inhalt der Befragungen war die Zufriedenheit mit Beratungsangeboten und eine Analyse von benötigten Angeboten. Beteiligte waren: die Bundesgeschäftsstelle, der Verbandsbereich Oberland, der Kreisverband Gera e.V. und der Kreisverband Zwickauer Land e.V. .

Bedarfsanalyse von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Frauen

Der Fokus des von September bis Dezember 2017 laufenden Projektes lag dabei auf der Bedarfsanalyse von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Frauen. Nach einem Impulsreferat zu theoretischen Ansätzen und Fallbeispielen der Arbeit im psychosozialen Bereich stellten die Mitarbeiterinnen der Bundesgeschäftsstelle die Ergebnisse der Befragung der Menschen mit Fluchterfahrung vor und präsentierten mögliche Ableitungen. Nach der Mittagspause diskutierten Geflüchtete, Vertreter/-innen von Migrant/-innenselbstorganisationen und Aktive aus dem Bereich Flucht an verschiedenen Thementischen, welche Angebote verbessert oder neu geschafft werden können.

Psychosoziale Beratung und Betreuung weiterhin wichtig

Fazit des Fachtages ist, dass psychosoziale Beratung und Betreuung weiterhin dringend notwendig sind. Der Bedarf liegt sowohl in niedrigschwelligen Angeboten, wie etwa Freizeitaktivitäten, als auch in psychologischer Beratung und Begleitung, wie Traumabewältigung. Gerade das Peer Group Counseling ist von Betroffenen als mögliches Angebot für geflüchtete Menschen erwünscht.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema "Psychosoziale Beratung und Betreuung geflüchteter Menschen" (PDF)