Volkssolidarität


Thüringen

Fachkräfte-Gipfel im Bundeskanzleramt

Nicht Herausforderungen diskutieren, sondern Lösungen präsentieren

Der Landesvorsitzende der Volkssolidarität (VS) Thüringen, Carsten Ruhle, mahnt konkrete Maßnahmen zur Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland an. „Wir kennen die Herausforderungen, wir diskutieren sie seit Jahren – doch nun ist es dringend notwendig, dass Lösungen präsentiert werden. Die Fachkräfte müssen nun kommen und eingesetzt werden können“, sagt er anlässlich des Fachkräfte-Gipfels im Bundeskanzleramt.

Am 1. März tritt das neue Fachkräfte-Einwanderungsgesetz in Kraft. Auf seiner Basis soll es qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitern aus Nicht-EU-Staaten erleichtert werden, in Deutschland zu arbeiten. „Es ist ein richtiger Schritt, in Sachen Zuwanderung auf eine offensive Strategie zu setzen“, so Ruhle. „Wir brauchen nicht zu mehr klären, welche Fachkräfte wir benötigen und in welchen Ländern wir sie womöglich finden. Das wissen wir. Vielmehr müssen die bürokratischen Verfahren endlich vereinfacht werden und zügiger laufen.“

Zudem ist, so der VS-Landesvorsitzende, auch in Thüringen mehr Engagement nötig. „Die Ämter und Behörden müssen eine zügige Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse gewährleisten. Hier ist das Thüringer Landesverwaltungsamt gefordert“, sagt Ruhle. „Denn speziell in unseren Pflegediensten müssen wir auf Fachpersonal setzen. Das ist eine Voraussetzung dafür, die hohe Qualität unserer Arbeit zu halten und weiter zu verbessern.“

Inzwischen entwickelt sich der Fachkräftemangel aus Sicht der VS zu einem Geschäftsrisiko. „Die demografische Entwicklung wird nun für alle spürbar. Viele Kolleginnen und Kollegen werden in den kommenden Jahren in den Ruhestand eintreten. Damit gehen Wissen und Erfahrungen verloren und es können schlicht Lücken in der Versorgung entstehen.“ Ruhle verweist darauf, dass dies nicht nur Pflegedienste betrifft, sondern alle Branchen und Betriebe, insbesondere kleine und mittelständische. „Sie bilden das Rückgrat der Wirtschaft, deshalb kann jede weitere Verzögerung fatale Folgen haben.“