Volkssolidarität


Thüringen

Bewährtes erhalten und mit neuen Akzenten versehen

Landesdelegierte wählten neuen Landesvorstand der Volkssolidarität

Die Delegiertenversammlung des Landesverbandes ist ein wichtiger Höhepunkt im Verbandsleben der Volkssolidarität. Nach der außerordentlichen Sitzung im vergangenen Jahr in Pößneck wurde die turnusmäßige Veranstaltung mit Wahlen am 28. November in Bad Berka einberufen.

Ein wenig Lokalkolorit schwang wohl mit, als der Landesvorsitzende der Volkssolidarität Thüringen Dr. Frank-Michael Pietzsch die 50 Delegierten in der kleinen Kurstadt begrüßte. Schließlich wohnt der Vizepräsident des Bundesverbandes seit vielen Jahren in Bad Berka und fand im frisch sanierten Zeughaus eine passende Tagungsstätte. Auf diese Räumlichkeiten ging auch Martin Raab ein, der am Freitag als Versammlungsleiter agierte und die Fäden am Nachmittag geschickt zusammenhielt. Bevor der Landesvorsitzende seinen Bericht vortrug, überbrachte  Bundesgeschäftsführer Horst Riethausen seine Grußworte.  Er lobte gleich in den ersten Sätzen die Volkssolidarität als Verband, der mit Tradition und Innovation geführt werde. Die Thüringer brauchten sich dabei nicht selbst erfinden, Bewährtes sollte erhalten und mit neuen Akzenten versehen werden. In seinen Ausführungen unterstrich der Bundesgeschäftsführer drei „Dinge“. Lobend erwähnte Riethausen das von der Geschäftsführung Thüringens initiierte Grundsatzdokument „Sozialwirtschaft in der Volkssolidarität“. Nun gelte es, das neue Leitbild und die neue Satzung, die vor wenigen Tagen in der Bundesdelegiertenversammlung ver-abschiedet wurde, den Gliederungen nahe zu bringen und mit Leben zu erfüllen. Besonders die neue Beitragsordnung, die zum 1. Januar 2016 einen Mitgliedsbeitrag von 3 Euro vorsieht, stelle eine große Aufgabe an die Verantwortlichen, denen intensive Gespräche mit den Mitgliedern bevorstehen. Der Bundesverband brauche jedoch den Schulterschluss zu den Landesverbänden, um zukunftsfähig zu arbeiten. Auf zwei Termine freute sich Horst Riethausen im nächsten Jahr: Zum einen werde die Festveranstaltung der Volkssolidarität zu ihrem 70. Jahrestag am 17. Oktober im Erfurter Kaisersaal vorbereitet. Nur wenige Tage später, konkret am 23. Oktober, gibt es einen bundesweiten Tag der Volkssolidarität in allen Gliederungen. 

Mit diesen zwei konkreten Ankündigungen wünschte der Bundesgeschäftsführer der Delegiertenversammlung sowie der Wahl einen guten Verlauf und übergab das Mikrofon „nahtlos“ an den Landesvorsitzenden. Und Dr. Pietzsch verstand es, die Schwerpunkte der Arbeit der vergangenen zwölf Monate auf den Punkt zu bringen. Ausgehend von der Verschmelzung mit den Kreisverbänden Eichsfeld und Saalfeld-Rudolstadt haben sich die Schwerpunkte des Landesverbandes verlagert. Lag die Hauptarbeit in den vergangenen Monaten auf dem Zusammenlegen von Kompetenzen und Arbeitsgebieten, so werde der Landesverband künftig mehr Augenmerk auf eine kluge und ausgewogene Mitgliederarbeit legen. Dass die Kreis- und Regionalverbände solidarisch miteinander arbeiten, beweisen gegenseitige finanzielle Hilfen, die beim Gestalten von Großprojekten nötig war. Pietzsch fasste die künftigen Aufgaben in Schwerpunkten zusammen. Zum einen regte der Landesvorsitzende die Kreisverbände zu einer vermehrten Mitgliederwerbung an. Des Weiteren forderte er aber auch eine finanzielle und personelle Absicherung der Begegnungsstätten und einen einhergehenden guten Kontakt mit den Kommungen. Pietzsch versprach, sich künftig noch mehr der Arbeit in den Kreisverbänden zu widmen und  die Beiräte in den rechtlich nicht selbstständigen Verbänden stärker zu begleiten. Um die Finanzierung der Arbeit in den Kreis- und Regional-verbänden abzusichern, bedürfe es weiterhin der Suche nach neuen Aufgabenfeldern, dabei aber die bewährten nicht aufzugeben. Stärker aktivieren möchte Pietzsch zudem wieder die Arbeitsgruppen des Landesverbandes, die über viele Jahre sehr gute Arbeit leisteten.

Neue Arbeit – neue Aufgabenfelder! Pietzsch brachte alles auf einen Punkt und forderte die Gliederung auf, mit ihm persönlich ins Gespräch zu kommen.

Nach dem Bericht des Landesvorsitzenden erstattete Herr Rath, WST Hansaberatung, den Bericht des Wirtschaftsprüfers.

Nach kurzer Diskussion und der Beschlussfassung zur Entlastung des Landesvorstandes für das Jahr 2013 kam Klaus Kästner als Vorsitzender der Wahlkommission zum Zuge.

Die Kandidaten zum neuen Landesvorstand stellten sich kurz vor und wurden mit großer Mehrheit gewählt:

Dr. Frank-Michael Pietzsch (Vorsitzender)
Martin Raab (Stellv. Vorsitzender – Altenburg)
Carsten Ruhle (Stellv. Vorsitzender – Mittelthüringen)
Christian Gumprecht (Altenburg)
Sylvia Heyn (Gotha)
Heidemarie Hochstein (Pößneck)
Marlen Klette (Thüringen gGmbH)
Ernst Kranz (Schmalkalden-Meiningen)
Frank Roßner (Oberland)
Olaf Schimmelpfennig (Sondershausen)