Volkssolidarität


Mecklenburg-Vorpommern

Hausnotruf informiert im Quartier Friedrich's

Warum schnelle Hilfe für daheim nur einen Knopfdruck entfernt ist

Stürze, Brände und Vergiftungen – zu Hause kommen in Deutschland mehr Menschen zu Schaden als im Straßenverkehr, Tendenz steigend. 9815 Menschen sind im Jahr 2015 bei Unfällen im Haushalt sogar ums Leben gekommen – fast 800 mehr als im Vorjahr, wie die Deutsche Presseagentur berichtet. Im Straßenverkehr starben im Jahr 2015 dagegen „nur“ 3459 Menschen bei Unfällen. 

Wir Deutschen werden immer älter

Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts kommt es in Deutschland zu rund 3,15 Millionen Hausunfällen pro Jahr. Hintergrund ist nach Meinung von einigen Experten das steigende Durchschnittsalter der Deutschen. Im Alter lassen Muskel- und Sehkraft nach, wodurch Betroffene zum Beispiel besonders sturzgefährdet sind.

Hier setzt der Hausnotruf der Volkssolidarität an. Damit ist Hilfe nur einen Knopfdruck entfernt, beispielsweise im Falle eines Sturzes beim Putzen oder beim Stolpern über das Staubsaugerkabel. Hat der Betroffene einen Pflegegrad, übernimmt in den meisten Fällen sogar die Pflegekasse die monatlichen Gebühren für das Notfallsystem.  

Basisstation und Zubehör

Die Grundausrüstung besteht aus einer Basisstation und einem Funksender, der am Arm oder um den Hals getragen wird. Im Notfall drückt der Betroffene auf einen roten Knopf und die Basisstation setzt die Rettungsmaschinerie in Gang. Aber das System kann viel mehr.

„Wir haben für fast jeden Fall das richtige System“, erklärt Hausnotruf-Chef Ralf Glück. Rauch- und Wasserstandsmelder benachrichtigen im Notfall über die Basisstation die Hausnotrufzentrale in Schwerin. Wenn bei einem Bewusstseinsverlust jemand vor Ort nach dem Rechten sehen muss, kann eine Schlüsselbox  einem festgelegten Personenkreis oder dem Pflegedienst Zugang zur Wohnung gewähren. 

Kleine Alltagshelfer unterstützen

Manchmal geht es aber auch nur um kleine Alltagshelfer wie das Lichtpaket. „Das können wir über einen Bewegungsmelder so programmieren, dass bestimmte Lampen angehen, wenn der Betroffene zum Beispiel nachts einfach nur auf die Toilette muss“, erklärt Ralf Glück. Und bei Bedarf zeigen die Lampen dann auch den Weg zurück ins Bett.

Wer seine Medikamente regelmäßig vergisst, den kann ein Medikamentenspender an seine täglichen Dosen erinnern. Um unnötige Arztbesuche zu vermeiden, gibt es auch die Möglichkeit über einen Monitor die Vital-Daten eines chronisch Kranken vom Hausarzt überprüfen zu lassen. 

So lange wie möglich zu Hause wohnen

„Die Entwicklung ist rasant“, sagt der Hausnotrufleiter. „Ziel ist bei allen Systemen, Senioren so lange wie möglich ein autarkes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Dabei sollen sie auch nicht das Gefühl haben, permanent unter Beobachtung zu stehen.“ 

Wer sich nun über aktuelle Entwicklungen und die Angebote der Volkssolidarität informieren möchte, sollte in der Notrufzentrale in Schwerin vorbeischauen. Das Hausnotrufteam führt Ihnen die Systeme, ihre Funktionen und das Zusammenspiel gern vor. Eine fachkundige Beratung ist dabei inklusive.

Oder kommen Sie im Quartier Friedrich's vorbei: 

Mittwoch, 24. Oktober, 14.30 Uhr
Friedrichs-Engels-Straße 38 in Schwerin
Parkplätze direkt vor der Tür vorhanden