Volkssolidarität


Brandenburg
30.07.2020

Kinderarmut wirksam bekämpfen

Anlässlich des kürzlich beschlossenen Familienentlastungsgesetz erklärt der Präsident der Volkssolidarität Dr. Wolfram Friedersdorff: "Die Volkssolidarität befürwortet, dass das Kindergeld 2021 steigen soll, kritisiert aber, dass mehr als eine Million Familien in Hartz-IV-Bezug nicht von der Kindergelderhöhung profitieren, da die 15 Euro mehr im Monat vollständig auf Sozialleistungen angerechnet werden.

Dass das Gesetz zur Besserstellung von Familien gerade diejenigen ausschließt, die besonders häufig von Armut betroffen sind und die finanziellen Entlastungen am nötigsten haben, ist nicht hinnehmbar. Die Volkssolidarität fordert die sofortige Beendigung der Anrechnung des Kindergeldes auf Hartz-IV-Leistungen. Kinderarmut kann nur bekämpft werden, wenn der Schwerpunkt der finanziellen Entlastung auf erwerbslose und einkommensarme Familien gelegt wird. Stattdessen wird die bestehende soziale Ungleichheit mit dem Familienentlastungsgesetz noch weiter gefestigt. Es muss endlich ein Ende damit haben, dass prekäre finanzielle Familienverhältnisse Kinder und Jugendliche von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgrenzen und ihnen deshalb entscheidende Bildungschancen verwehrt werden. Die Ausgestaltung und Höhe der Regelsätze in ihrer jetzigen Form holt Kinder aus Armutsverhältnissen nicht raus."