Volkssolidarität


Brandenburg
28.11.2018

Volkssolidarität fordert Kindergrundsicherung

Als Reaktion auf den Entwurf zum Starke-Familien-Gesetz begrüßt der Präsident der Volkssolidarität Dr. Wolfram Friedersdorff die Ansätze der Bundesregierung, Familien in verdeckter Armut beim Leistungsanspruch besser zu berücksichtigen. Kritik äußerte er jedoch hinsichtlich der Beibehaltung des Bildungs- und Teilhabepaketes:

„Das Bildungspaket bleibt ein Misstrauensvotum gegenüber den Eltern, die jede ihnen zustehende Leistung einzeln beantragen und nachweisen müssen. Das führt zu einer Überforderung der Familien, die zu Lasten der Kinder und Jugendlichen geht, wenn die Leistungen aufgrund des hohen bürokratischen Aufwands und der drohenden Stigmatisierung nicht in Anspruch genommen werden. Die Volkssolidarität bleibt deshalb bei ihrer Forderung nach einer Kindergrundsicherung, die als finanzielle Gesamtleistung insbesondere Kindern aus einkommensschwachen Familien eine bessere Bildung und Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglicht.“

Der Präsident der Volkssolidarität bedauert zudem, „dass Kinder aus Familien, die SGB-II-Leistungen beziehen, abermals nicht von der Erhöhung einer familienbezogenen Einzelleistung profitieren. Diese Kinder und Jugendlichen bleiben auf der Strecke. Es ist aber dringend geboten, dass sich Erhöhungen bei Kindergeld und Kinderzuschlag auch auf deren Regelsätze spürbar auswirken. Andersfalls kann von sozialer Gerechtigkeit keine Rede sein.“