Volkssolidarität


Brandenburg

"Wir werden wahrgenommen"

Tag der offenen Tür in der VS-Kita "Vier Jahreszeiten", Luckenwalde

Nach all dem Trubel sah Kita-Leiterin Carmen Scheibe am Ende sehr zufrieden aus. „Wir werden wahrgenommen“, freute sie sich, als die letzten Gäste des „Tags der offenen Tür“ die Kita „Vier Jahreszeiten“ in Luckenwalde verlassen hatten. Nicht nur viele Eltern hatten die Gelegenheit genutzt, um sich im Reich der Jüngsten umzusehen, dessen Träger die brandenburgische Volkssolidarität ist. Stadt und Landkreis hatten Vertreter entsandt. Jugendliche waren gekommen, um sich über mögliche Ausbildungsmöglichkeiten zur Erzieherin oder zum Erzieher zu erkundigen. Die Chefin: „Auf all dies haben wir gehofft an diesem Tag". Besonderes Interesse haben die Bildungsangebote dieser Kita gefunden, in der ein Schwerpunkt der Bildung auf Musik und Theater liegt.  Mütter und Väter hätten sich davon überzeugen können, dass ihre Kinder hier spielend lernen, sagte Frau Scheibe, die seit 1983 an diesem Ort tätig ist. Zunächst als Erzieherin, später als stellvertretende Leiterin und seit 2009 schließlich als Chefin.

Luftballons und Puste-Windmühle empfangen die Gäste an diesem Nachmittag. Sie haben Zutritt zu den Bereichen Labor, Gymnastiksaal, zu den Spielgelegenheiten im Freibereich und auch zum Speisesaal. Dort kosten sie vom Kuchen, den die Kinder - natürlich unter Anleitung – selbst gebacken hatten. Zu den Informationsblättern an der Wand gehört auch die Bestätigung, dass und warum Milch gesund ist und in welchen Lebensmitteln sich wie viel Zucker „versteckt“. Rund 150 Kinder werden in der VS-Einrichtungen betreut, von einem „Kindermangel“ könne keine Rede sein, sagt die Leiterin. Wie heutzutage überall üblich: Sie ist auf der Suche nach Fachkräften, d.h. nach ausgebildeten Erzieherinnen oder Erziehern. Ein Besuch von Schülern des örtlichen Oberstufenzentrums ist für den 23. Mai vorgesehen, dann können sie sich davon überzeugen, was zum Beruf des Kita-Erziehers gehört. Ab August werden in „Vier Jahreszeiten“ drei Azubis tätig sein.

Der Mittagsschlaf ist ein „heißes Thema“ berichtet Frau Scheibe. Eltern würden monieren, dass Kinder, die in der Kita schlafen, abends schlechter oder später zur Ruhe kommen. Andererseits gebe es eben Kinder, die den Mittagsschlaf brauchen und wollen. „Sie senden entsprechende Signale aus. Darauf reagieren wir dann.“ In verschiedenen Räumen liegen Mappen aus, auf deren Rücken deutlich der Vorname des jeweiligen Kindes geschrieben ist. Sie enthalten Dokumentationen über die Entwicklung des Mädchens oder des Jungens, sind also eine Art Tagebuch, das von den Erzieherinnen geführt wird. „Das ist eine schöne Erinnerung für später“, findet eine Besucherin. 


Am Eingang des „Labors“ hängen  viele kleine weiße Kittel. Sie zu tragen, gehört in diesem Raum zur Pflicht, wie auch, dass lange Haare zum Zopf hinter dem Kopf gebunden sein müssen,  sagt Erzieherin Christiane Klem. Unter ihrer Anleitung führen Kinder Experimente aus, sammeln so erste Erfahrungen im Reich der Wissenschaft. In einer Seifenblase ist nun einmal die Luft nicht farbig, sondern nur die Oberfläche. Lebensmittelfarben stehen neben „Forschungsmappen“,  denn auch hier wird aufgezeichnet, was funktioniert hat und was gegebenenfalls auch nicht.  Kinder trainieren hier nicht zuletzt ihre Feinmotorik. Laut Erzieherin wird das Ganze „toll angenommen“, nicht selten wollen Kinder daheim weiterexperimentieren.  Im Gymnastiksaal läuft ein Video, das den Besuchern ein von den Kindern gestaltetes Theaterstück präsentiert.  Musik und Instrumente werden hier vielfach erlebbar. Es gilt, u. a. Rasseln, Triangel und Klanghölzer einzusetzen. Und mal so richtig auf die Pauke zu hauen.

Der Geschäftsführer des Verbandsbereiches Elbe-Elster der Volkssolidarität  Florian Förster zeigte sich im Anschluss mit dem Tag der offenen Tür zufrieden: „Wir haben hier ein modernes, vorzeigbares Gebäude mit einem interessanten und anerkannten fachlichen Konzept.  Die Essenversorgung ist rund um die Uhr gesichert.  Bei der Suche nach dringend gebrauchten weiteren Fachkräften der Erziehung lassen wir nicht nach.“

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