Volkssolidarität


Brandenburg

„Wir sind sehr zufrieden“

Demenzbetreuung von Bald Belzig in neuen Räumen der VS

In Kooperation mit dem örtlichen Wohnungsunternehmen BEWOG hat die Volkssolidarität in Bad Belzig sich neuen Räume für die Tagesbetreuung demenzkranker Patienten erschlossen. Dieser Bereich im fünften Stock „trägt zur Entspannung der Raumsaumsituation bei und ist vor allem barrierefrei“, sagte Dirk Brigmann, Geschäftsführer des VS-Verbandsbereichs Mittelmark, bei der Einweihung Anfang April. Nun hätten auch Personen Zugang zu diesem niedrigschwelligen Angebot, deren Mobilität eingeschränkt sei. Eine „sehr beengte“ Situation liege hinter Mitarbeitern und Patienten. Die neue Küche ermögliche gemeinsames Zubereiten von Speisen, das Backen und der neue Aufenthaltsraum das gemeinschaftliche Einnehmen der Mahlzeiten. „Wir sind sehr zufrieden, die Station ist jetzt schick“, freute sich Pflegedienstleiterin Martina Staron und verwies auf neue Räume, auf neue Möbel und auf die schöne Sicht, die man von hier aus über Bad Belzig habe.

Die Klienten hätten mittels Aufzug einen bequemen Zugang, die Mitarbeiterinnen in ihren Dienstzimmern mehr Ruhe. Die Volkssolidarität beschäftigt im Pflegedienst Bad Belzig 18 Mitarbeiterinnen am Standort in der Hans-Marchwitza-Straße 25. Ende der 80er Jahre wurde der Block in Plattenbauweise, aber schon behindertengerecht errichtet. Neben dem Pflegedienst gibt es im Haus 54 Mietparteien – zum Teil von Dienst betreut.Der Vorsitzende des Verbandsrats der märkischen Volkssolidarität Bernd Niederland erinnerte bei der kleinen Feier daran, dass er selbst als einstiger Geschäftsführer der Volkssolidarität im Land Brandenburg am Aufbau der Pflege- und Betreuungsstrukturen in Bald Belzig „nicht ganz unbeteiligt“ gewesen sei.  Ihm zufolge könnte perspektivisch die Palliativpflege, also die Pflege schwerkranker Patienten daheim, ins Arbeitsspektrum der Station aufgenommen werden. „Die Gespräche laufen.“

In Zukunft muss am Standort im Bereich Pflege einiges passieren. „Der Pflegebedarf ist hoch und er wächst“, sagte Leiterin Staron. Gemeinsam mit AWO und DRK gebe die Volkssolidarität ihr Bestes, aber man komme an Grenzen. „Das Problem sind die Dörfer ringsum, die nicht problemlos zu erreichen sind.“ Die Anfahrwege kosten Zeit, aber die Morgenpflege sei eben außerhalb der Frist zwischen 6 Uhr und 9.30 Uhr nicht mehr angebracht.  Da müssten die Dienste genau kalkulieren, mit ihren Kapazitäten haushalten. Auch für Geschäftsführer Brigmann ist die Entwicklung des Standortes noch nicht abgeschlossen. „Aber ein Anfang ist gemacht.“ Neben der möglichen Einführung der Palliativpflege plane er, die ehrenamtliche Betreuung alter Menschen wieder aufleben zu lassen. Dabei dient ihm Potsdam als Beispiel, wo inzwischen 70 helfende Personen ihren Beitrag zur Betreuung von Menschen leisten. Immerhin ist mit Elke Bogdan, einer einstigen Pflegeheim-Leiterin, eine erste Frau, die in Belzig dazu bereit ist, eine Aktivgruppe am Standort aufzubauen: „Alles muss klein beginnen.“

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Foto: Pflegedienstleiterin Martina Staron