Volkssolidarität


Brandenburg

VS-Kindertag in der Staatskanzlei

Betreute Kinder beim Ministerpräsidenten

Am 21. Mai empfängt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) das niederländische Königspaar. Und die ersten, denen er das erzählte, waren die Kinder aus der Wohngruppe in Stegelitz  (Uckermark). Sechs Kinder dieser von der brandenburgischen Volkssolidarität geführten Einrichtung waren Ende April Woidkes Gäste in der Staatskanzlei. Sie durften ihn ausfragen nach seiner Arbeit und seiner Familie. Zum Schluss ging es für die Kinder und ihre Erzieher in den Potsdamer Filmpark. Die Idee für diesen Besuch war entstanden, als Woidke im vergangenen Jahr, wenige Tage vor Weihnachten, die Einrichtung der Volkssolidarität in der Uckermark besuchte und die Einladung in die Staatskanzlei aussprach. Zu Beginn übergibt Svenja, mit ihren 12 Jahren die Älteste der Gruppe,  als Gastgeschenk dem Ministerpräsidenten eine selbstgebastelte Sonnenblume aus Sperrholz. Sie sei im Mehrgenerationenhaus entstanden, erklärt sie. Dort habe man überlegt, was man dem Regierungschef überreichen könnte.  Svenja  schildert die Arbeitsschritte vom Aufzeichnen des Grundrisses bis zum Anmalen der Blume in leuchtenden Gelb und Grün.

Foto: VS-Kinder zu Gast beim Regierungschef

Bei seinem Besuch in Stegelitz ein knappes halbes Jahr zuvor hatte Woidke der Wohngruppe für Kinder eine neue Schaukel spendiert und sie auch gleich gemeinsam mit den Kindern eingeweiht. "Sie quietscht nicht mehr", lautet die Antwort auf seine Frage, wie es denn der Schaukel jetzt gehe. "Herr Krause hat sie geölt." Warum er immer Schlips und Anzug trage, wollen die Kinder wissen. Dabei erfahren sie von vielen offiziellen und auch Fernseh-Terminen und  dass Woidke - wie eingangs erwähnt - demnächst auch König und Königin der Niederlande empfangen werde. „Haben Sie Kinder?", will Julia wissen. "Ja, zwei Töchter", lautete die Antwort. Und Woidke verrät, dass eine der beiden auch Erzieherin werden wolle. Wie denn sein Tag so beginne. "Na mit etwas Frühsport, Liegestütze zu Beispiel." Gleich springen ein paar  Kinder auf und führen auf dem Teppichboden der Staatskanzlei ihm vor, dass sie das mit den Liegestützen auch schon recht gut beherrschen. 

Was macht eigentlich so ein Ministerpräsident den ganzen Tag. Er sei viel im Land unterwegs, am Vortag habe er das große Stahlwerk in Eisenhüttenstadt besucht, danach in Ketzin mit Menschen diskutiert. Gemeinsam betrachtet er sich mit den Kindern das Magazin der Volkssolidarität "Zwischen Lausitz und Uckermark": "Da sieht man Sie ja beim Buddeln!" Woidke erklärt das Geheimnis des ersten Spatenstichs für Schulen, Kitas und Straßen. Manchmal müsse er die letzte Entscheidung treffen, vor allem bei Fragen, wo Gefahr im Verzuge sei. "Haben Sie eigentlich auch einen richtigen Beruf?", wurde er dann weiter gelöchert. „Ja, ich bin Landwirt, ich kann Trecker fahren und Mähdrescher. Und ich kann Kühe melken."  Seine Kindheit habe er auf einem Hof verbracht mit Pferden, Kühen, Schweinchen, Gänsen, Hund und Katze. "Dort bin ich groß geworden." "Wie groß sind Sie geworden, Herr Woidke?" "Einssechsundneunzig." "Und wie alt sind Sie?" "Ich werde in diesem Jahr 58."

An der Schule sind doch sicher die Ferien am Schönsten, glaubt Woidke zu wissen. "Nein, Mathe", widerspricht Leander. Einrichtungsleiterin Simone Sander stellt ihn als Mathematik begabt vor - "unser Schach-Spezialist". Woidke sagt, ihm gefallen Kinder, die sich für ihre Zukunft interessieren, auch für Umweltfragen. Nur müssten solche Demonstrationen nicht unbedingt in der Schulzeit stattfinden, dafür wäre die Zeit außerhalb der Schule besser geeignet.  Zur Feier des Tages hat der hohe Gastgeber ein geknotetes Armband angelegt, das ihm Leander bei ihrer ersten Begegnung  geschenkt hatte. Leider ist es etwas kaputt gegangen.  Leander nimmt es wieder an sich, repariert es bei dieser Gelegenheit und gibt es dem Ministerpräsidenten zurück. "Besten Dank." Anschließend besuchen die Kinder mit ihm den Raum, in dem sich das Kabinett, also die Ministerrunde, regelmäßig trifft. In den Sessel des Regierungschefs darf sich Luka setzen.  "Wer will Finanzminister sein?" Das ist natürlich Finanzgenie Leander. Zur Bildungsministerin wird Nadja ernannt. Bei der späteren "Abstimmung" wird sie allerdings gegen eine Ausweitung des Mathematikunterrichts votieren.

Schließlich geht es in Woidkes Arbeitszimmer, sozusagen das Allerheiligste der Staatskanzlei. Dort gilt es auch, interessante Bilder an der Wand und Gastgeschenke zu bestaunen sowie eine dazugehörende Polizeimütze auszuprobieren. Eine dort stehende Modelleisenbahn kann Luka leider nicht mit nach Hause nehmen. Aber er wird entschädigt mit einem Besuch im staunenswerten Babelsberger Filmpark am Nachmittag. Bei der freundlichen Verabschiedung sprechen die Erzieherinnen eine Gegeneinladung für den 25. August aus. Denn das ist der Tag, an dem die Einrichtung der Volkssolidarität für betreutes Wohnen in Stegelitz drei Jahr alt wird. Ministerpräsident Woidke freut sich sehr darüber und will das im Auge behalten. Leicht wird das für ihn nicht.  Immerhin liegt dieser Termin wenige Tage vor der Landtagswahl.

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