Volkssolidarität


Brandenburg

Volkssolidarität hat Mut gefasst

Neues soziales Zentrum in Luckenwalde feierlich eingeweiht

Das gibt es nicht alle Tage. In einem festlichen wie auch in einem beschwingten Rahmen wurde am Freitag das neue Sozialzentrum der Volkssolidarität in Luckenwalde seiner Bestimmung übergeben. "Das ist heute ein Friday for Future für mich" sagte Luckenwaldes Bürgermeisterin Elisabeth Herzog von der Heide. Sie dankte der Volkssolidarität für ihr Engagement, das im nunmehr eingeweihten Millionen-Objekt sichtbaren Ausdruck finde. Es ist nach betont ökologischen Grundsätzen errichtet worden und vollständig barrierefrei.  Damit habe sich nicht weniger als die Lebensqualität der Menschen in Luckenwalde verbessert, bestätigte die Bürgermeisterin. Der Wohlfahrts- und Sozialverband Volkssolidarität habe "Mut gefasst" und mit diesem beeindruckenden Gebäude ein "Bekenntnis zu Luckenwalde" abgelegt, er habe der Stadt damit "ein Geschenk gemacht", freute sie sich. Es sei Begegnungs- und Beratungsstätte in einem, biete Räume für den Dienst "Essen auf Rädern" und den Beschäftigten einen schönes Arbeitsumfeld.

Viele Luckenwalder ließen sich nicht nehmen, an diesem großen Tag dabei zu sein. Kinder der Kitas "Burg" und "Vier Jahreszeiten", beide von der Volkssolidarität betrieben, brachten bei der festlichen Einweihung ihre Ständchen dar, dabei durfte das Lied "Wer will fleißige Handwerker sehn?" nicht fehlen. Der Landkreis sendete eine Abordnung, verschiedene Institutionen machten ihre Aufwartung.  Nicht allein, dass dieses neue Haus den Beschäftigten moderne und vergleichsweise angenehme Arbeitsbedingungen gewährt - zu den guten Botschaften gehöre auch, dass die Volkssolidarität ihren Beschäftigten in den Verbandsbereichen ab 1. Oktober Tarifgehälter zahlt, sagte Verbandsratschef Bernd Niederland. "Das war für uns kein leichter, aber ein notwendiger Schritt." In den neuen Räumen des Luckenwalder VS-Zentrums könnte in den heutigen unübersichtlichen Zeiten Gemeinschaft gestärkt und gelebt werden. Auf diese Weise gelinge es, "positiv auszustrahlen in mitunter vernachlässigte Räume". Er begrüßte die anwesenden Vertreter von Deutschem Roten Kreuz und der Arbeiterwohlfahrt und lud sie ein, gemeinsam mit der Volkssolidarität gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus aufzustehen.

In moderner Holzbauweise errichtet, bietet das neue Sozialzentrum sowohl der Begegnungsstätte als auch den sozialen Diensten des VS-Verbandsbereiches Fläming-Elster moderne Arbeitsbedingungen. Am selben Ort in der Carl-Drinkwitz-Straße  stand das frühere Domizil der VS, doch war es 100 Jahr alt, nicht mehr sanierungsfähig und musste dem Neubau weichen. Bei einer Führung durch das neue Gebäude erläuterte Architekt und Bauleiter Matthias Wegner die Nachhaltigkeit insbesondere der Klimaanlage. Mit einem verhältnismäßig geringen Energieaufwand wird kühles Grundwasser durch die Leitungen geführt, was dem Haus mit seinen 800 Quadratmetern Nutzfläche auf zwei Etagen auch im Hochsommer eine angenehme Innentemperatur sichert. Kein zu verachtender Vorteil angesichts der immer heißeren und immer längeren Sommer-Phasen in der Region. Elektro-Bikes haben im Hof des Grundstücks  ihre Ladestation. Und sollte die "Flotte" des Volkssolidaritäts-Pflegedienstes einmal auf E-Fahrzeuge umgestellt werden, könnten auch die auf elektrischem Wege hier am Ort "schnellbetankt" werden.

Die Volkssolidarität im Land Brandenburg ist mit dieser Einweihung keineswegs am Ende ihrer Erneuerungspläne, sagte Vorstandschefin Ines Große. Als wichtigste Erfahrung bei der Errichtung des Luckenwalder Zentrums nannte sie die frühe Einbeziehung der Nutzer und Beteiligten bei Planung und Umsetzung. In der Stadt Brandenburg/H. soll unter der Ägide der VS demnächst ein Projekt "Wohnen im Sozialzentrum" umgesetzt werden. Maßgaben der ökologische Bauweise würden auch dabei  bestimmend sein.

 

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