Volkssolidarität


Brandenburg

Verantwortliche Tradition

Spendensammlung der Volkssolidarität Brandenburg e.V. hat begonnen

Am 1. März begann der Landesverband der Volkssolidarität (VS) Brandenburg e.V. seine traditionelle Spendensammlung, die bis zum 2. Mai andauert. Bei dieser Sammlung, die seit 1947 durchgeführt wird, gehen ehrenamtliche Sammler, die sich mit einem VS-Ausweis legitimieren können, in ihren Wohngebieten von Tür zu Tür, um möglichst viele Spenden für die Unterstützung von Bedürftigen zu erhalten. Wie Verbandsratsvorsitzender Bernd Niederland erklärt, bleibt die Volkssolidarität auch im 73. Jahrihres Bestehens der Gründungsmaxime "Miteinander - Füreinander" treu. Grundanliegen sei, Bedürftigen aller Altersgruppen zu helfen, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, wenn sie von Krankheit und  Armut betroffen sind.  Im vergangenen Jahr konnten auf dem Wege der Spendensammlung rund 300.000 Euro für gute Zwecke gewonnen werden.

Die Sammlung 2019 dient wie stets auch dem Erhalt und dem Ausbau der vielen Beratungs- und Hilfeangebote für Menschen aller Altersgruppen. "Wir sorgen dafür, dass Menschen, denen Armut, Ausgrenzung oder Einsamkeit drohen, die unverschuldet in Not geraten oder chronisch krank sind, Rat und Hilfe bekommen", erklärt Niederland. Der Bedarf an tätiger Hilfe wachse stetig, vor allem aufgrund der zunehmenden Ungerechtigkeiten in unserem eigentlich reichen Land.  Auf die zu niedrige Rente für viele Brandenburgerinnen und Brandenburger habe die Volkssolidarität immer wieder hingewiesen und sie werde auch  weiterhin dafür kämpfen, dass der gesellschaftliche Reichtum gerechter verteilt wird. Aktuell gelte es, berechtigte Erwartungen der Pflegefachkräfte  bezogen auf eine akzeptabel Entlohnung nicht zu Lasten von Pflegebedürftigen zu erfüllen, die oft über ein sehr geringes Einkommen verfügen. Ein Teil des Erlöses der diesjährigen Sammlung wird deshalb an Projekte und Einrichtungen gehen, die sich der Betreuung von Kriegsflüchtlingen und Asylsuchenden widmen.

Die Volkssolidarität unterhält im Land Brandenburg 62 Treffs und Begegnungsstätten, in denen jährlich rund 12.000 Veranstaltungen stattfinden. Darunter sind Vorträge zur Gesunderhaltung und zu Rechtsfragen, Foren mit Politikern sowie Ausflüge und gesellige Beisammensein. Von den sozialen Diensten und Einrichtungen der Volkssolidarität werden täglich ca. 9.000 Menschen betreut, darunter 2.300 Kinder.

Der Verbandsratsvorsitzende hebt hervor, dass von 32.000 Mitgliedern des Landesverbandes rund  3.400 im Ehrenamt tätig sind und in der Nachbarschaftshilfe, der Rentenberatung, bei der  Betreuung von Demenzkranken hohen Einsatz zeigen. "Auch um ihr Wirken für die Gemeinschaft zu unterstützen, sind Spenden nötig." Getreu den Gründungswerten der Volkssolidarität: sozial, solidarisch, humanistisch, demokratisch, antifaschistisch und tolerant.