Volkssolidarität


Brandenburg

Unter der grünen Fahne

Volkssolidarität beteiligte sich an „Friday for Future“

Tausende Menschen sind am Freitag, den 20. September,  in ganz Brandenburg für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen. Daran hat sich auch die Volkssolidarität beteiligt. Allein in Potsdam zählten die Organisatoren mehr als 5000 Demonstranten. Um "Zwei vor Zwölf" versammelten sich zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor der Nikolaikirche am Alten Markt. Viele waren mit Fahrrädern gekommen. Danach zog die beeindruckende Menge mit vielfältigen und phantasievollen Transparenten durch die Stadt. Im Verlaufe dieser bislang größten Veranstaltung ihrer Art in der Landeshauptstadt kündigten die Aktivisten an, es werde nicht das letzte Mal gewesen sein, dass sie sich auf diese Weise bemerkbar machen würden. Schon für die darauffolgende Woche haben verschiedene Gruppen neue Aktionen angekündigt. Im Vorfeld der an vielen Orten auch in Brandenburg geplanten Klima-Kundgebungen hatte der Verbandsrat der Volkssolidarität, Landesverband Brandenburg e.V., Mitglieder, Mitarbeiter und Freude der Volkssolidarität zur Teilnahme daran aufgefordert.

Foto: Jung und Alt  gemeinsam für den Schutz der Umwelt

Unter dem Motto „Friday for Future“ hatten die Veranstalter an diesem Tag nach eigenen Angaben neben Potsdam u. a. auch in Bad Belzig, Bernau, Eberswalde, Falkensee, Frankfurt (Oder), Luckenwalde und Oranienburg Demonstrationen für einen „echten Klimaschutz und eine Zukunft ohne Klimakrise“ geplant.  Verbandsratsvorsitzender Bernd Niederland bat die Mitglieder des VS-Landesverbandes, der Kreisverbände und Verbandsbereiche, sich an dieser wichtigen Aktion zu beteiligen. Zugleich forderte er im Namen des Verbandsrates und des Landesvorstandes die Vorstände und Geschäftsführungen der Verbandsgliederungen in den Regionen auf, ihren Mitarbeiter*innen die Teilnahme an den Demonstrationen zu ermöglichen, wenn nicht dringende dienstliche Verpflichtungen dem entgegenstehen. Die Brandenburger Volkssolidarität fühle sich mit allen Initiativen, Aktivitäten und zivilgesellschaftlichen Entwicklungen verbunden, die dem Klima-, Umwelt- und Naturschutz heute und in Zukunft dienen. 

Bei ihrem Streik am 20. September konnten die Veranstalter von  „Fridays for Future“ auf eine breite Unterstützung verweisen. Mit dabei waren neben der Volkssolidarität andere Sozialverbände, Umwelt- und Entwicklungsorganisationen wie Greenpeace und Brot für die Welt, aber auch die evangelische Kirche, die Gewerkschaft Ver.di und der Deutsche Kulturrat. Am Ende sollen es deutschlandweit über 500 Demonstrationen gewesen sein. Der Sozial- und Wohlfahrtsverband Volkssolidarität mit seinen 28.000 Mitgliedern und über 2.000 Beschäftigten erwartet laut ihrem Verbandsratsvorsitzendem von der Brandenburger Politik zügige und vor allem wirksame Maßnahmen zum Schutz des Klimas und der Umwelt, die den Generationen der Kinder und Enkelkinder ein gesundes und menschenwürdiges Leben dauerhaft ermöglichen und gewährleisten. „Dies wurde den Wähler*innen von den Landtagswahlen von der Mehrzahl der Parteien versprochen und sollte bei der bevorstehenden Regierungsbildung strikte Beachtung finden.“ Der Landesverband selbst hat bereits vor geraumer Zeit in seinen Handlungsfeldern der Alten- Gesundheits-, Kinder- und Jugendhilfe Weichenstellungen im Sinne des Klima- und Umweltschutzes vorgenommen und wird weiter an deren Realisierung arbeiten, so der Verbandsratsvorsitzende.

Nach Angaben der Veranstalter sind derartige Veranstaltungen – die auch Protestcharakter gegenüber aktueller Klimapolitik tragen - notwendig, weil  Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen die Lebensgrundlage der Menschheit bedrohen. An diesem 20. September legte die Bundesregierung ihr „Klimapaket“ vor, d.h. Maßnahmen im Gesamtwert von 54 Milliarden Euro, mit denen der Umstieg auf emissionsfreies Verhalten von Industrie, Landwirtschaft, Verkehr aber auch Privatpersonen gefördert werden soll. „Wenn wir jetzt zusammenstehen, können wir die Regierung zum Handeln treiben“, hieß es im Klima-Aufruf. Die Demonstranten überall auf der Welt könnten den Staats- und Regierungschefs, die wenige Tage später beim UN-Klimagipfel zusammenkommen, zeigen: „Wir lassen nicht zu, dass ihr unser aller Zukunft verheizt!“. Die von der 16jährigen Schwedin Greta Thunberg angestoßene Protestbewegung wurde in den vergangenen Monaten im Wesentlichen von Schülern und Studenten getragen. Zunehmend beteiligten sich auch ältere Menschen daran.

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