Volkssolidarität


Brandenburg

"Neustart Klima"

Volkssolidarität beim Protest im Potsdam dabei

Unter dem Motto "Neustart Klima" haben auch in Potsdam am 29. November wieder zahlreiche Umweltschützer der Fridays-for-Future-Bewegung demonstriert. Um 11.59 Uhr, d.h. eine Minute später als die Vorgänger-Demo im September, begann die vorwiegend von jungen Menschen besuchte Kundgebung auf dem Alten Markt. Nach Angaben der Veranstalter waren etwa 2.500 Menschen versammelt. Auch die Landesgeschäftsstelle der Volkssolidarität, Landesverband Brandenburg e. V. war vertreten. Der Sozial und Wohlfahrtsverband hatte darüber hinaus seine Gliederungen dazu aufgerufen, in verschiedenen Orten des Landes ihre Stimme für die Durchsetzung von mehr Klimaschutz zu erheben. Für Vorstandsvorsitzende Ines Große handelt es sich um ein Generationenthema, das in Teilen der Volkssolidarität in seiner Bedeutung noch gar nicht erkannt worden ist. Sie sprach sich für eine innerverbandliche Verständigung dazu aus, welche Positionen die Volkssolidarität bei diesem Thema einnehmen sollte.

Foto: Beim Protest für mehr Klimaschutz dabei: VS-Vorstandsvorsitzende Ines Große (li.)  und die Referentin der Landesgeschäftsstelle Sylvia Grande.

Zweifellos müssten Bedingungen hergestellt werden, unter denen auch die nachfolgenden Generationen noch gut leben können, forderte die  Vorstandsvorsitzende. Sie will sich dafür einsetzen, dass dieses Thema auch auf der Ebene des Bundesverbandes diskutiert wird. Zu fragen sei, was jeder Einzelne für den nachhaltigen Schutz des Klimas tun könne, aber auch, was die Volkssolidarität als großer Verband hier zu leisten imstande sei. "Unser Präsident hat den Umweltschutz eine zentrale Frage genannt." Daran gelte es anzuknüpfen und beispielsweise auch eine Position zum Klimapaket zu erarbeiten, wie es die Bundesregierung verabschiedet habe. Die Volkssolidarität sollte nach Großes Worten sich bei den Thema Partner suchen, sich in Bündnisse begeben  und dafür offen sein, was "konkret vor Ort" an dieser Stelle geschehen könne. In ihrem Aufruf sprachen die Veranstalter von "fossile Lobbys, rückwärtsgewandten Regierungen & medialem Versagen". Die Herausforderungen seien enorm. Weltweit fanden an diesem Freitag wieder tausende Klimastreiks statt. Allein in Deutschland wurde an über 430 Orten dazu aufgerufen.

Zu Beginn der Veranstaltung in Potsdam läuteten die Glocken der Nikolaikirche als Zeichen der Solidarität, Musik- und Redebeiträge wechselten sich danach ab. Der Zug der Demonstrierenden führte später in Richtung Platz der Einheit, Charlottenstraße, Friedrich-Ebert-Straße, Hegellalle und den Luisenplatz und kehrte dann über die Breite Straße zum Landtag zurück. Das Ganze hatte Polizeischutz. Potsdamer Unternehmen hatten im Vorfeld ihren Mitarbeitern freigegeben, um Teilnehmer am Klimaprotest sein zu können. Das traf u. a. auf das Windenergieunternehmen NOTUS zu. „Als Windplaner wissen wir, dass eine klimafreundliche Wirtschaft möglich ist. Die Jugendlichen gehen zu Recht für ihre Zukunft auf die Straße, wir Profis müssen sie dabei unterstützen“, sagte Geschäftsführer Jan Schröder. Im Umfeld der Klimaproteste hatten Potsdamer Studierende mit der mehrtägigen Pubblic Climate School begonnen. Geplant waren Vorträge, Diskussionen oder Workshops zu verschiedenen Themen rund ums Klima.

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