Volkssolidarität


Brandenburg

Nach wie vor die größte Last

Zum Frauentag: Gleichstellung endlich voranbringen

Anlässlich des Internationalen Frauentags 2019 ruft die brandenburgische Volkssolidarität alle Frauen auf, ihre Rechte wahrzunehmen und die Gleichstellung der Geschlechter auf allen Ebenen zu fordern. Der Wohlfahrts- und Sozialverband Volkssolidarität sei in hohem Maße ein Frauenverband, denn der Anteil der Frauen liege beträchtlich über dem der Männer, sagte Vorstandsvorsitzende Ines Große. Daher sei die Volkssolidarität mit Themen, wie unbezahlter Sorgearbeit und geringer Rente konfrontiert, was vor allem den älteren Frauen zu schaffen mache. Zum einen hätten sie als berufstätige Frauen eine Doppelbelastung in Beruf und Familie bewältigen müssen und zum anderen seien sie im Alter in eine soziale Lage geraten, die für viele nicht hinnehmbar sei.

Die Vorstandsvorsitzende verwies darauf, dass Frauen bei der Kinderbetreuung und -erziehung sowie auch bei der Pflege von Angehörigen nach wie vor den größten Teil der Lasten tragen. Statistischen Angaben zufolge üben Frauen demnach ungefähr eineinhalb Mal so viel unbezahlte Sorgearbeit aus wie Männer. Dies dürfe sich nicht zu ihrem Nachteil in der Einkommenssituation und bei der Altersrente auswirken. Doch zeigt sich in der Realität, dass grundgesetzlich festgeschriebene Gleichstellung in der Lebensrealität noch nicht erreicht ist.

Zukunftsweisende Signalwirkung hat, wenn Frauen auch in der zweiten Lebenshälfte ein unabhängiges menschenwürdiges Leben mit einer auskömmlichen Altersrente führen, unterstrich die Vorstandsvorsitzende. Den eigenen Lebensunterhalt zu sichern und gleichzeitig Zeit für Familie zu haben, ist der Wunsch der jüngeren Frauen- und Männergeneration. Dies müsse auf den Veranstaltungen deutlich werden, die im Rahmen der 29. brandenburgischen Frauenwoche geplant seien.

Thema der diesjährigen landesweit rund 200 Veranstaltungen bis zum 14. März lautet "Hälfte/Hälfte - ganz einfach". Nach Ministeriumsangaben ist die Brandenburger Frauenwoche rund um den Frauentag am 8. März bundesweit einmalig. Macht und Einkommen seien immer noch ungleich verteilt, stellte die Gleichstellungsbeauftragte Monika von der Lippe fest. Frauen machten immerhin mehr als 50 Prozent der Bevölkerung aus. In vielen Bereichen werde um eine gleichberechtigte Teilhabe gerungen.

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