Volkssolidarität


Brandenburg

Hohe Ehrung für Diana Sonntag

Ministerpräsident Woidke besuchte Volkssolidarität in Forst

Zwar hatte er sich eine halbe Stunde verspätet, aber er kam. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) war am 12. Oktober Ehrengast der Festveranstaltung zum 73jährigen Bestehen der Volkssolidarität in seiner Heimatstadt Forst. Im Restaurant „Rosenflair“ ließ er es sich nicht nehmen, den Ehrenpreis der Volkssolidarität an Diana Sonntag zu überreichen. Mit ihrem Treff für viele Ortsgruppen leistete sie über Jahre hinweg einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Ehrengäste der Veranstaltung waren ferner der Landrat des Landkreises Spree-Neiße Harald Altekrüger und die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek. Der Grundgedanke der Volkssolidarität sei heute noch so aktuell wie bei der Gründung vor 73 Jahren, äußerte Woidke in seinem Grußwort. „Gerade die Schwächsten in unserer Gesellschaft brauchen unsere Hilfe. Und heute greift die Volkssolidarität diesen Gedanken immer noch auf: Wir helfen uns, wir unterstützen uns, wir halten zusammen.“  Unter anderem, weil es das Ehrenamt in der Volkssolidarität gebe, „ist der soziale Zusammenhalt in Brandenburg immer noch stark“. Gerade heute sei dieser Zusammenhalt wichtiger denn je. Der Sozialverband stehe für eine starke Gemeinschaft. „Und Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen, die sind für diese Gemeinschaft eine ganz wichtige Säule.“

Fotos: Jens Dräger/Petra Dörl

Mit der hohen Ehrung für Diana Sonntag, die Woidke in Vertretung des Bundesvorsitzenden der Volkssolidarität Wolfram Friedersdorff vornahm, wird ihr für die Unterstützung der Verbandsarbeit gedankt. Als Inhaberin des Pavillons „Genuss und Kunst“ unterhält sie einen monatlichen Treffpunkt der VS-Ortsgruppen. Neben der Geselligkeit wird den Teilnehmern ein gefühltes Zuhause vermittelt. Diana Sonntag, selbst Mitglied der Volkssolidarität, bietet in ihrem Haus ein breit gefächertes Veranstaltungsspektrum mit Lesungen, Konzerten und der Präsentation hochrangiger Künstler und sorgt dafür, „dass Kunst und Geselligkeit eine nicht zu unterschätzende Rolle im Leben unserer Mitglieder spielt“.

Die Geehrte bedankte sich in bewegenden Worten für die hohe Auszeichnung. „Ich wundere mich nur, dass ich für etwas ausgezeichnet werde, was ich für etwas völlig Selbstverständliches halte. Man hat mir früh beigebracht, Respekt vor dem Alter zu zeigen.“ Gern wolle sie mithelfen, diesen Respekt auch anderen Menschen aus ihrer Generation zu vermitteln. Es freue sie auch, diese Ehrung nicht wie ursprünglich beabsichtigt in Berlin, sondern in einem dem Anlass angemessenen Rahmen in Anwesenheit vertrauter Menschen erhalten zu haben. „Hier kenne ich die Leute und sie kennen mich. Ich fühle mich in vertrauter Umgebung einfach wohler.“

Die Geschäftsführerin des VS-Kreisverbandes Spree-Neiße, Ines Rauer, wies in ihrer Festrede auf den hohen Wert dessen hin, was Ehrenamtler bieten: nämlich ihre Zeit. Statistisch gesehen würden sich in Deutschland 30 Prozent der Männer und 23 Prozent der Frauen neben ihrem Beruf engagieren. Im Sozialverband Volkssolidarität aber sei das Ehrenamt zumeist weiblich. Geschäftsführerin Rauer erinnerte daran, dass die Bereitschaft, etwas für die Gemeinschaft zu tun, allein nicht ausreiche. Abgefragt seien ferner Sozialkompetenz, hohe Einsatzbereitschaft, Ideenreichtum, Organisationstalent, ein entwickeltes Zeitmanagement  und Kreativität. Nicht zuletzt seien ein gewisses Maß an Selbstlosigkeit und die Fähigkeit gefordert, mit Behörden umzugehen.

Weitere Auszeichnungen wurden an diesem Tage an verdienstvolle Mitglieder des Kreisverbandes der VS vergeben: Wilhelm Ziemann erhielt die Silberne Ehrennadel der Volkssolidarität, Christel Gräßel die Bronzene Ehrennadel und Walter Pösz eine Ehrenurkunde.

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