Volkssolidarität


Brandenburg

Grippeschutz: Ab 60 Jahren empfohlen

Impfaufruf der brandenburgischen Volkssolidarität

Ein kleiner Picks kann Leben retten.
Die Volkssolidarität, Landesverband Brandenburg e.V., ruft ihre Mitglieder, Mitarbeiter und Anhänger dazu auf, von der Möglichkeit der Grippeschutzimpfung Gebrauch zu machen.  
Ziel ist es, eine möglichst hohe Rate an geimpften Senioren zu haben, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Andreas Heil. Er erinnerte daran, dass die alljährliche Grippeschutzimpfung vom 60. Lebensjahr an zum Katalog der empfohlenen Grundimpfungen gehört. Nach der Impfung dauert es einige Tage, bis der angestrebte Schutz im Körper aufgebaut ist.
Fachleute weisen auf den besonders schweren Verlauf der Grippe-Saison im vergangenen Jahr hin. Mindestens 300.000 Deutsche wurden in diesem Zeitraum von der Grippewelle erfasst.  
Es starben rund 1.000 Patienten durch Influenza-Viren, die große Mehrheit (87 Prozent) war über 60 Jahre alt. Oft gab es Vorerkrankungen. Auch die Todesfallzahlen können in Wirklichkeit aber deutlich höher liegen, da sich Grippeerreger nicht bei allen Gestorbenen feststellen lassen.
Am stärksten betroffen war der Osten Deutschlands.
Die angegebenen ca. 300.000 Krankheitsfälle machen den Fachleuten zufolge das Ausmaß nicht deutlich, denn nicht jeder Grippekranke geht zum Arzt und nur ausgewählte Praxen schicken Erregerproben ins Labor.

Inzwischen gebe es beim Influenzaschutz älterer Menschen erhebliche Lücken, fügte Vorstandsmitglied Heil hinzu. Seit Jahren wird in Deutschland deutlich das Ziel der WHO verfehlt, bei älteren Menschen eine Durchimpfungsrate gegen die Influenza von 75 Prozent zu erreichen. Im Gegenteil: Nach einer aktuellen Untersuchung der Wissenschaftler vom Versorgungsatlas ist die bundesweite Impfrate von 47 Prozent in der Saison 2009/2010 auf 38 Prozent in der Saison 2013/2014 gesunken. Wie bei nahezu allen Impfungen variiert das Impfverhalten auch bei der Immunisierung gegen Influenza von Region zu Region.
Seit einem Vierteljahrhundert hält sich ein deutliches Ost-West-Gefälle.
In den neuen Bundesländern ließen sich in der Saison 2009/2010 rund 61 Prozent der über 60-Jährigen impfen, was bis 2013/14 auf 54 Prozent gesunken war. In den alten Bundesländern waren dazu 2009/10 noch 43 Prozent der Senioren dazu bereit. Vier Jahre später lediglich noch 33 Prozent.

Den Impfvorschlägen der Gesundheitsämter zugrunde liegen die nationalen Impfempfehlungen, welche durch die ständige Impfkommission erarbeitet und alljährlich überarbeitet werden.

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