Volkssolidarität


Brandenburg

Für einen Landes-Seniorenbeauftragten

Sylvia Grande erneut Vizechefin im brandenburgischen Seniorenrat

Ende März wurde die Referentin bei der Landesgeschäftsstelle Sylvia Grande als Vertreterin der Volkssolidarität erneut zur Vize-Vorsitzenden des Landesseniorenrates gewählt. Als Vorsitzender bestätigt wurde Wolfgang Puschmann, zweiter Stellvertreter ist Peter Kikow, Chef des Seniorenbeirats des Landkreises Barnim. Teilweise zufrieden zeigte sich Sylvia Grande nach einem Gespräch des Seniorenrates mit Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Sowohl für die Arbeit der neuen Geschäftsstelle in der Potsdamer Breiten Straße als auch für die Öffentlichkeitsarbeit sei Unterstützung zugesagt worden. Verantwortlich für die Pressearbeit des Landes-Seniorenrates ist Renate Schneider, FDP-Abgeordnete der ersten Legislaturperiode  im Potsdamer Landtag.

Foto: Referentin Sylvia Grande

Grande zufolge sieht der neue Vorstand seine Aufgabe darin, die Arbeit der Kreis-Seniorenbeiräte zu vernetzen, die Zusammenarbeit der Akademien „Zweite Lebenshälfte“ zu fördern und mit Hilfe eines Newsletters besser zu informieren. Der Rat spricht sich für die Berufung eines oder einer Landes-Seniorenbeauftragten aus. Dies sei nötig,  angesichts der Tatsache, dass Menschen im Seniorenalter eine wachsende Gruppe der Gesellschaft darstellten und ihre Belange wirkungsvoller zu Gehör gebracht werden müssten. Der oder die Beauftragte sollte ein Anhörungs- bzw. Beratungsrecht bei solchen Gesetzesvorhaben besitzen, die inhaltlich mit der Lebenswelt und den Interessen älterer Menschen in Zusammenhang stehen.

„Größte Sorge“ bereite laut der Vertreterin der VS im Seniorenrat die Lage im ländlichen Bereich. An vielen  Orten würden Angebote der Daseinsvorsorge schrittweise zurückgefahren, was zum Teil zu unhaltbare Situationen für hilfsbedürftige ältere Menschen führe.  Oft sei für sie der Arzt mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht oder nur schlecht erreichbar. Gleiches gelte für kulturelle Angebote.  Immer mehr gerate die Pflege selbst in Not, weil die wachsenden  Ansprüche, welche an sie gestellt seien, mit den vorhandenen Mitteln nicht mehr bewältigt werden könne. Allenthalben fehle es an Fachkräften, die Politik habe gegen diesen Mangel noch kein wirkungsvolles Konzept gefunden. Außerdem müsse die stationäre Pflege für die Pflegepatienten bezahlbar bleiben, sagte Grande mit Blick auf aktuell drastische Mehrforderungen durch die Betreiber von Pflegeheimen.

Dies alles habe man gegenüber dem Ministerpräsidenten dargelegt. Einmal im Jahr werde der Seniorenrat von ihm empfangen. Dietmar Woidke habe sich erneut bereit erklärt, Schirmherr der diesjährigen Seniorenwoche zu sein, die am 15. Juni in Wittstock eröffnet wird. Die Anliegen älterer Menschen haben laut Referentin Grande auch auf Bundesebene nicht den Stellenwert, der ihnen gebühre. Als Beleg dafür erwähnte sie, dass im Bundes-Gesundheitsministerium am 8. nationalen Altenbericht gearbeitet werde, obwohl der 7. noch nicht einmal im Plenum behandelt worden sei.

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