Volkssolidarität


Brandenburg

Eine Lösung: dauerhaft und schön

Neuer Hort der Volkssolidarität in Potsdam eingeweiht

Warum provisorisch, wenn es auch dauerhaft geht? Mit einem zünftigen Sturm auf den neuen Spielplatz wurde Anfang Oktober das neue Hortgebäude "Zauberwald" in der Potsdamer Waldstadt eingeweiht. Nach siebenmonatiger Bauzeit nahmen Kinder, Erzieher*innen und Eltern in Gegenwart der Vertreter des Baugewerbes  das  moderne Hortmodul in der Trägerschaft der Volkssolidarität in Besitz. Auf das neue Domizil mit der Adresse "Am Teufelssee 4A" haben alle Beteiligten sehnsüchtig gewartet. Gebaut hatte es der KIS (Kommunaler Immobilienservice), ein Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Potsdam. Bis zum Sommer haben sich die Hortkinder nachmittags unweit von hier in der VS-Kita "Zauberwald" mit aufgehalten, durch ihren Umzug ist nun mehr Platz für alle da. Bei der Behandlung der Hort-Frage wurde im Kreise der Stadt-Verantwortlichen zunächst nur an eine provisorische Lösung in Form von Containern gedacht, die nach sechs Jahren wieder hätten beseitigt werden müssen.

Der neue VS-Hort bietet im "Endausbau" fast 250 Kindern Platz. Foto: Volkssolidarität

Doch habe sich die Stadt dann glücklicherweise für die Errichtung einer dauerhaften Variante entschieden, sagte Bauleiter Wolfgang Kargel. "Schön, dass man solche Projekte umsetzen darf." Rund dreieinhalb Millionen Euro hat das neue Haus gekostet, wo in der Endstufe insgesamt 245 Kinder zusätzlich betreut werden können. Errichtet wurde die großzügige und geräumige Einrichtung auf dem Gelände der Fontane-Schule, von wo auch die meisten Kinder nachmittags ihren Weg in den Hort finden werden. Am Einweihungstag wurde zünftig mit Kaffee, Kuchen, Bratwürsten und vielen Spielen das schöne Ereignis begangen. Auf drei Etagen gibt es im neuen Zauberwald-Hort neben dem Essen-Bereich, diversen Aufenthalts-, Spiel- und Freizeitgelegenheiten auch einen Ruheraum, wohin sich diejenigen Kinder zurückziehen können, die den Schlafwunsch verspüren.  Eine Werkstatt lädt zum Basteln ein. Beim Gebrauch von Säge und elektrischen Geräten muss aber eine Erzieherin zugegen sein, fordert ein Schild. Natürlich findet sich auch ausreichend Platz, um Hausaufgaben zu erledigen. Im Hort arbeiten rund zehn Erzieher*innen und ein Hausmeister.

Wie Leiterin Johanna Dietel sagte, sind es vorwiegend die Kinder aus der Klassenstufe 1 und 2, welche den Hort nutzen, die Älteren seien weniger vertreten. Aber auch sie sollen über einen eigenen Klubraum verfügen, in dem sie mal "unter sich" sein können. Nicht nur bei dieser Gelegenheit sei in der Ausgestaltung des Horst auch auf die Bedürfnisse und Vorschläge der Kinder eingegangen worden. Der Klubraum für die "Großen" wird noch eingerichtet wie auch ein Tischtennis-, ein Medien- und ein Knobelraum, verrät die Erzieherin auf die Frage, welche Aufgaben noch vor ihr liegen. "Wir haben darum gekämpft, dass alles pünktlich fertig ist und freuen uns darüber, dass es geklappt hat", fügte Roswitha Orban hinzu, Geschäftsführerin des Trägers VSG Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, einer Tochter der Volkssolidarität Brandenburg. 

Bei der Einweihung sprach der Verbandsratsvorsitzende der brandenburgischen Volkssolidarität Bernd Niederland von "Idealbedingungen", unter denen eine gute pädagogische Arbeit möglich sei. Er wünsche der neuen Einrichtung eine hohe Auslastung sowie eine ersprießliche Zusammenarbeit mit den Eltern und übergab einen Scheck im Werte von 1000 Euro, die der Landesverband der Volkssolidarität zur Verfügung gestellt hatte. Durch die Volkssolidarität werden mit der Übernahme dieser zweiten  Einrichtung insgesamt fast 500 Kinder in der Landeshauptstadt Potsdam betreut, wobei der Hort "Zauberwald" seine volle planmäßige Kapazität erst im nächsten Jahr erreichen wird. Gearbeitet wird in dieser Einrichtung nach einem offenen Konzept. Die meisten Kolleginnen und Kollegen haben schon in der Kita Zauberwald im Bereich des Hortes gearbeitet. Nun gilt es, dass neue Haus mit Leben und Erleben zu füllen. Dieses wichtige Vorhaben will das Hort-Team gemeinsam mit den Kindern und den Eltern in den nächsten Wochen umsetzen.

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