Volkssolidarität


Landesverband Brandenburg e.V.

Der Apfel ist es nicht allein

Bündnis Gesund Älter werden: Ministerin ehrt u.a. die Volkssolidarität

Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) hat Ende Januar in Potsdam zehn herausragende Initiativen für Seniorinnen und Senioren ausgezeichnet. Im Mittelpunkt dabei standen vorbildliche Essensangebote für ältere Menschen, die durch gemeinsame Mahlzeiten mehr Lebensqualität erfahren. „Das Rezept ist einfach, aber wirksam", sagte Ministerin Golze. Gemeinsam zu essen, bringe Menschen zusammen und fördere das Zugehörigkeitsgefühl. "Neue Kontakte und Aktivitäten können so entstehen. Das ist gut für die Gesundheit und den Erhalt der  Selbstständigkeit im Alter. In Gemeinschaft alt zu werden, ist wichtiger für die Gesundheit als ein Apfel mehr oder weniger.“ Ministerin Golze verlieh die Auszeichnung auf dem dritten Plenum des Bündnisses. Die Veranstaltung mit rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern trug den Titel „Gemeinschaft vor Ort stärken – Lebensqualität erhöhen.“ 

Ausgezeichnet wurde u.a. der Seniorenmittagstisch der Volkssolidarität Wachow. Er findet jeden ersten Mittwoch im Monat statt und wird ermöglicht durch einen ehrenamtlichen Besuchsdienst. Am Mittagstisch nehmen jeweils 50 bis 60 Senioren teil. Das Angebot ist mit Bewegungsübungen verbunden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben ein Mitspracherecht bei der Essensauswahl. Ebenfalls geehrt wurde die von der Volkssolidarität in Potsdam betriebene Suppenküche, die täglich ein kostengünstige Mahlzeit für sozial benachteiligte Menschen anbietet. Größtenteils nehmen ältere Bedürftige teil. Und schließlich konnte auch die Initiative des VS-Verbandsbereichs Prignitz-Ruppin eine Auszeichnung aus den Händen der Ministerin Golze entgegennehmen. Unter dem Motto "Gemeinsam statt einsam - Nachbarn kochen für Nachbarn" organisiert die Volkssolidarität in Wittstock die gemeinsame Zubereitung der Mahlzeiten. Das Angebot ist Bestandteil des Programms "Soziale Stadt" und wird von der örtlichen Wohnungsgesellschaft unterstützt. Parallel dazu bietet der Kreissportbund dabei Mobilisierungs- und Kraftübungen an. Auch hier ist die Mitbestimmung der Gäste bei der Auswahl der Mahlzeiten gegeben.

Unter dem Motto „Gemeinsam Essen im Alter“ hatte das Bündnis Gesund Älter werden dazu aufgerufen, gute Beispiele einzureichen, die gesunde Mahlzeiten in Gemeinschaft für ältere Menschen ermöglichen. 51 Initiativen haben am Wettbewerb teilgenommen. Golze: „Ich rufe alle Organisationen sowie Bürgerinnen und Bürger auf, sich zu informieren und weitere Angebote entstehen zu lassen. Brandenburg ist besonders stark vom demografischen Wandel betroffen. Deshalb müssen wir nach neuen Wegen für die Versorgung der Menschen suchen – und uns auch auf alte Traditionen des nachbarschaftlichen Miteinanders zurückbesinnen. Wir haben in Brandenburg viele Initiativen. Solche Nachbarschaftsangebote tragen dazu bei, die Lebensqualität im Land weiter zu erhöhen. Dafür braucht es Unterstützung durch die Politik, etwa in dem Gemeinderäume zur Verfügung gestellt werden.“

 Das „Bündnis Gesund Älter werden“ startete auf Initiative des Gesundheitsministeriums im März 2012. Heute sind im Bündnis 38 Partner-Institutionen vertreten, neben der Volkssolidarität, weitere Sozial- und Wohlfahrtsverbände,  Krankenkassen, Seniorenräte, Wohnungswirtschaft, Hochschulen, Landessportbund und Landeskrankenhausgesellschaft. Ziel ist es, die Bedingungen für ein gesundes Älterwerden in Brandenburg zu verbessern. Derzeit gibt es vier Arbeitsgruppen zu den Themen Mundgesundheit, Gesundheitsförderung und Bewegung, Gute Praxisbeispiele und Impfschutz.

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