Volkssolidarität


Brandenburg

Bettina Fortunato neue Verbandsratsvorsitzende

Bernd Niederlands Arbeit mit Ehrenmitgliedschaft gewürdigt

An der Spitze der Volkssolidarität, Landesverband Brandenburg e. V. hat sich ein Wechsel vollzogen. Die LINKEN-Landtagsabgeordnete Bettina Fortunato ist die neue VS-Verbandsratsvorsitzende. Sie wurde auf der Landesdelegiertenversammlung Mitte November in Luckenwalde mit großer Mehrheit gewählt. In der Position der Verbandsratsvorsitzenden löste Fortunato  Dr. Bernd Niederland ab, der nicht mehr zur Wahl angetreten war. Für seine langjährigen Verdienste um die Volkssolidarität wurde Niederland, die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt. Als langjährige Sprecherin ihrer Fraktion für Soziales, Gesundheit, Frauen und Senioren fühle sie sich der sozialen Gerechtigkeit verpflichtet, erklärte die neue Verbandsratschefin. Was sich die Bundesregierung an so genannter Grundrente ausgedacht habe, bezeichnete sie als „schlechten Witz“. „Armut kann so nicht bekämpft werden.“ Weil für mehr und mehr Menschen die soziale Ausgrenzung zunehme, werde die Arbeit der Volkssolidarität immer wichtiger.

 

Foto: Der scheidende Verbandsratschef Bernd Niederland wünschte seiner Nachfolgerin im Amt, Bettina Fortunato, eine glückliche Hand.

Einstimmig fasste die Versammlung den Beschluss, dass eine Mitgliedschaft bei der Volkssolidarität mit allen Spielarten von Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus unvereinbar sind und stellte sich damit hinter einen entsprechenden Beschluss des VS-Verbandsrates. „Rechtsradikale dürfen sich in der Volkssolidarität nicht wohlfühlen“, sagte Bettina Fortunato bei ihrer Vorstellung. Auf wachsende Armut, gerade auch unter älteren Mitbürgern, verwies  der scheidende Verbandsratsvorsitzende Bernd Niederland, der in den vergangenen Jahrzehnten u. a. als Bundesgeschäftsführer, als Landesvorsitzender und als Verbandsratsvorsitzender tätig war, in seinem Bericht an die Delegiertenversammlung. Unsolidarisches Verhalten nehme im Lande zu, Menschen würden mit Lebensrisiken zunehmend allein gelassen. So schwerwiegend solche Defizite auch sein mögen, so dürften sie nicht zu rechtsradikalen Denken und Handeln führen. Dies habe in der Volkssolidarität, die mit dem Grundsatz des Antifaschismus gegründet wurde,  keinen Platz, unterstrich Niederland unter dem Beifall der Delegierten. Als „wichtiges Zielgebiet“ für den Sozial- und Wohlfahrtsverband Volkssolidarität bezeichnete er den ländlichen Raum. Die Einführung des Tariflohns in den Verbandsbereichen der märkischen Volkssolidarität habe eine strategische Bedeutung, weil damit die Hoffnung verbunden sei, den Fachkräftemangel in der Pflege zu überwinden.

Vorstandsvorsitzende Ines Große verwies auf die bedeutende Leistung, dass landesweit nach wie vor 650 Mitgliedergruppen aktiv seien. Sie betrachte es als ihr Ziel, die Angebote zu bündeln, auch mit anderen Partnern aufzutreten. Die Vorstandsvorsitzende kritisierte, dass es im Land Brandenburg kaum staatliche Programme gebe, die gezielt das Ehrenamt fördern. „Andere Bundesländer sind da schon weiter.“ In seinem Grußwort forderte der Präsident des Bundesverbandes der Volkssolidarität Wolfram Friedersdorff, eine bevorstehende Image-Kampagne insbesondere zur Mitgliedergewinnung zu nutzen. „Unser Durchschnittsalter steigt und steigt.“ Dabei sei das Bild keineswegs einheitlich - neben Kreisverbänden, die Mitglieder verlieren würde es auch solche geben, die einen Zuwachs zu verzeichnen hätten.

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