Volkssolidarität


Brandenburg

72 Jahre Volkssolidarität: Mehr Gerechtigkeit braucht das Land

Dank den fleißigen HelfernAnlässlich des 72. Geburtstags des Sozialverbandes Volkssolidarität hat der Verbandsratsvorsitzende des brandenburgischen Landesverbandes Bernd Niederland die Politik zu einem Engagement für mehr soziale Gerechtigkeit aufgefordert. Auf einer große Fest- und Auszeichnungsveranstaltung im Potsdamer Inselhotel, wandte er sich mahnend an die Politik. Das Ergebnis der Bundestagswahl zeige, "dass viele Menschen den Eindruck haben, dass die sozialen Problemlagen in der Gesellschaft deutlich missachtet werden". Niederland nannte die häufige Armut von Familien mit Kindern, das zunehmende Armutsrisiko im Alter, ferner die katastrophalen Zustände in der Pflege, die ausufernde Zwei-Klassen-Medizin, die von der Marktradikalität geprägte Kommerzialisierung und Privatisierung der Gesundheits- und Sozialversorgung zu Lasten der Bevölkerung.

Ein starker Verband wurde 72Eine fortschreitende Schwächung des Sozialstaates sei für den Wohlfahrtsverband Volkssolidarität nicht akzeptabel, unterstrich der Verbandsratsvorsitzende. Die 72jährige Geschichte der Volkssolidarität sei vorrangig eine Geschichte von Menschen, die in solidarischer Weise Hilfe für sozial Benachteiligte geleistet haben und leisten. Gegenwärtig würden in den  Kindertagesstätten und andern Erziehungseinrichtungen, die von der brandenburgischen Volkssolidarität geführten  werden,  täglich etwa 1.850 Kinder,  Jugendliche umsorgt und betreut - aber zunehmend auch Sorgeberechtigte, d.h. die Eltern, begleitet,    Zu den Leistungsbereichen der Volkssolidarität gehören die Betreuung  psychisch kranker Menschen, die Angebote der Armenhilfe, der  Hausnotruf, die Mahlzeitendienste und nicht zuletzt  die Sozialberatung durch Haupt- und Ehrenamtliche.

Ehrennadeln und UrkundenNiederland: "Der kräftige Stützpfeiler des Mitgliederverbandes mit seinen insgesamt 32.000 Angehörigen sind die 3.800 ehrenamtlich Tätigen im Landesverband."  Deren Wirken in der Nachbarschaftshilfe, beim Gestalten von sozialer Gemeinschaft und kultureller Geselligkeit, beim Knüpfen und Aufrechterhalten sozialer Beziehungen oder in der Sozialberatung und sozialen Begleitung sei hoch anzuerkennen. Niederland forderte die Mitglieder und Mitarbeiter der Volkssolidarität dazu auf, die aus Kriegs- und Krisengebieten Geflüchteten nicht als Belastung zu sehen, sondern vor allem als gesellschaftliche, soziale und kulturelle Chance für ein künftiges, bunteres, vielgestaltiges Leben. In der Volkssolidarität hätten rassistisches, fremdenfeindliches und sozial ausgrenzendes Gedankengut oder gar diesbezügliche Handlungsweisen keinen Platz. " Wenn wir es klug und beherzt gestalten, wird uns der  Zustrom junger Menschen in unserer eigenen sozialen Arbeit helfen."

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