Volkssolidarität


Brandenburg

Nicht Alte gegen Junge ausspielen

VS-Stellungnahme zum Rentenpaket/zur Rentendebatte

Angesichts der öffentlichen Diskussion zum Rentenpaket der Bundesregierung bezeichnete der Verbandsratsvorsitzende der brandenburgischen Volkssolidarität, Bernd Niederland, es als gesellschaftspolitisch schädlich, die Interessen der jungen Generation gegen die der älteren auszuspielen. Dies geschehe aber in der aktuellen medialen Auseinandersetzung, "gestützt von schrägen wissenschaftlichen Aussagen". Wenn nach dem Willen der Bundestagsmehrheit so genannte Haltelinien bei der Sicherung des Rentenniveaus und der Beitragszahlung eingezogen würden, was ausdrücklich zu begrüßen sei, so heiße das keineswegs, dass die Rentenhöhe für sehr viele Menschen auch nur ansatzweise auskömmlich sei, unterstrich der Verbandsratsvorsitzende. „Das Rentenpaket der Bundesregierung ist gewiss noch nicht ausreichend, um Altersarmut wirksam zu verhindern; es ist aber ein gutes Signal in Sachen Rentensicherheit.“ Es sei aus Sicht der Volkssolidarität in Brandenburg erfreulich, dass sich die Sozialpolitiker beim Rentenpaket durchsetzen konnten.

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Offen für Alt und Jung

Festveranstaltung zum 73. Jahrestag der Volkssolidarität in Potsdam

Wie alt fühlt sich ein Sozialverband, der 73 geworden ist? Als Ekkehard Schulz vom Regionalverband "Bürgerhilfe" bei der großen Geburtstagsfeier des Landesverbandes der Volkssolidarität die Worte des Dankes formulierte, gab er eine Anekdote zum besten: Auf die Frage nach der möglichen Mitgliedschaft in der Volkssolidarität habe ihm eine 70jährige Dame geantwortet: "Ich bin doch noch gar nicht so alt, um Mitglied der Volkssolidarität zu sein." Das sehen zum Glück nicht alle so. Die neue Landes-Sozialministerin Susanna Karawanskij - Jahrgang 1980 - fühlte sich jedenfalls nicht zu jung, um sich bei der Feier mit bewegenden Worten an die anwesenden VS-Mitglieder  zu wenden. Als einen "wichtigen Stein im sozialen Gewölbe" würdigte die Linken-Ministerin die Arbeit des Landesverbandes. Auf der Festveranstaltung im Inselhotel Potsdam sagte sie, auch wenn die  heutigen Bedingungen gegenüber der Gründungszeit 1945 moderater geworden seien, würden sich Aufgaben und Ziele im Prinzip gleichen: Betreuung von alten Menschen, Kindern, Demenzkranken und anderen Pflegebedürftigen.

Foto: Herzlich wird die Ministerin bei der Volkssolidarität begrüßt

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Grippeschutz: Ab 60 Jahren empfohlen

Impfaufruf der brandenburgischen Volkssolidarität

Ein kleiner Picks kann Leben retten.
Die Volkssolidarität, Landesverband Brandenburg e.V., ruft ihre Mitglieder, Mitarbeiter und Anhänger dazu auf, von der Möglichkeit der Grippeschutzimpfung Gebrauch zu machen.  
Ziel ist es, eine möglichst hohe Rate an geimpften Senioren zu haben, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Andreas Heil. Er erinnerte daran, dass die alljährliche Grippeschutzimpfung vom 60. Lebensjahr an zum Katalog der empfohlenen Grundimpfungen gehört. Nach der Impfung dauert es einige Tage, bis der angestrebte Schutz im Körper aufgebaut ist.
Fachleute weisen auf den besonders schweren Verlauf der Grippe-Saison im vergangenen Jahr hin. Mindestens 300.000 Deutsche wurden in diesem Zeitraum von der Grippewelle erfasst.  
Es starben rund 1.000 Patienten durch Influenza-Viren, die große Mehrheit (87 Prozent) war über 60 Jahre alt. Oft gab es Vorerkrankungen. Auch die Todesfallzahlen können in Wirklichkeit aber deutlich höher liegen, da sich Grippeerreger nicht bei allen Gestorbenen feststellen lassen.
Am stärksten betroffen war der Osten Deutschlands.
Die angegebenen ca. 300.000 Krankheitsfälle machen den Fachleuten zufolge das Ausmaß nicht deutlich, denn nicht jeder Grippekranke geht zum Arzt und nur ausgewählte Praxen schicken Erregerproben ins Labor.

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Hohe Ehrung für Diana Sonntag

Ministerpräsident Woidke besuchte Volkssolidarität in Forst

Zwar hatte er sich eine halbe Stunde verspätet, aber er kam. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) war am 12. Oktober Ehrengast der Festveranstaltung zum 73jährigen Bestehen der Volkssolidarität in seiner Heimatstadt Forst. Im Restaurant „Rosenflair“ ließ er es sich nicht nehmen, den Ehrenpreis der Volkssolidarität an Diana Sonntag zu überreichen. Mit ihrem Treff für viele Ortsgruppen leistete sie über Jahre hinweg einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Ehrengäste der Veranstaltung waren ferner der Landrat des Landkreises Spree-Neiße Harald Altekrüger und die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek. Der Grundgedanke der Volkssolidarität sei heute noch so aktuell wie bei der Gründung vor 73 Jahren, äußerte Woidke in seinem Grußwort. „Gerade die Schwächsten in unserer Gesellschaft brauchen unsere Hilfe. Und heute greift die Volkssolidarität diesen Gedanken immer noch auf: Wir helfen uns, wir unterstützen uns, wir halten zusammen.“  Unter anderem, weil es das Ehrenamt in der Volkssolidarität gebe, „ist der soziale Zusammenhalt in Brandenburg immer noch stark“. Gerade heute sei dieser Zusammenhalt wichtiger denn je. Der Sozialverband stehe für eine starke Gemeinschaft. „Und Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen, die sind für diese Gemeinschaft eine ganz wichtige Säule.“

Fotos: Jens Dräger/Petra Dörl

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Die Hand und das Wort

Arbeitskreis Sozialpolitik debattiert Daseinsvorsorge

Vor allem mit Taten und konkreten Angeboten kann die Volkssolidarität ihren Anspruch umsetzen, einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge in den Kommunen Brandenburgs zu leisten. Wie Verbandsratsvorsitzender Bernd Niederland nach einer Beratung des Arbeitskreises Sozialpolitik resümierte, sind auch kleinteilige Projekte in ländlichen, sich ausdünnende Regionen von hoher Bedeutung, weil es andere Angebote dort oft gar nicht mehr gebe. In diesem Kontext wies Geschäftsführerin Bärbel Glogau (Verbandsbereich Uckermark) auf die Wirksamkeit „kleiner“ Handlungen, Initiativen und Aktionen der Volkssolidarität in den Ortsgruppen und den Sozialen Einrichtungen des jeweiligen regionalen Verbandes hin. „Die müssen aber erfolgreich sein.“

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Randlage wird zur Vorteilslage

Bundespräsident Steinmeier besucht VS-Kita in Tantow (Uckermark)

Ende August hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) die zweisprachige Kindertagesstätte "Abenteuerland" der Volkssolidarität in Tantow (Verbandsbereich Uckermark) besucht. Dort werden deutsch und polnisch sprechende Kinder betreut. Sie empfingen das Staatsoberhaupt im "Morgenkreis" mit einem Ständchen und mit den Rufen "Guten Tag", "Wie geht es dir?" - auf deutsch und auf polnisch. Steinmeier lobte, dass an diesem Ort "die Randlage zu einer Vorteilslage" verwandelt werden konnte und durch den Zuzug polnischer Familien für alle eine Perspektive eröffnet worden war. Derzeit besuchen 31 Kinder aus deutschen Familien und 29 Kinder aus polnischen Familien diese Kita. Ortsvorsteherin Silke Natter sagte, der Ort freue sich, dass der Bundespräsident sich hier über die Situation im ländlichen Raum informiert habe und es bleibe zu hoffen, dass die Eindrücke in seine künftige Arbeit einfließen.

Der Bedarf nach Kita-Plätzen wächst an diesem Ort ständig, viele Menschen, die einst weggezogen sind, kehren nun in die Uckermark zurück, sagt die stellvertretende Kita-Leiterin Grit Wolf. Es gibt inzwischen auch eine polnische Erzieherin -  Anna Pawlowska. Ihr polnisches Diplom in Deutschland anerkennen zu lassen, sei "wirklich sehr schwer" gewesen, sagt sie.

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Elternfragen sind ein Vertrauensbeweis

Fachtagung für pädagogische Mitarbeiter der Volkssolidarität

Wie findet das pädagogische  Fachpersonal einen Zugang zu Eltern in besonderen Problemlagen, und was ist beim Umgang mit besonders schwierigen Elternhäusern zu beachten? Die brandenburgische Volkssolidarität hatte Ende Juni Erzieherinnen und Erzieher zu einer Fachtagung nach Potsdam geladen. Die als Referentin gewonnene Heil- und Hochbegabtenpädagogin Martina Meixner aus Johann-Georgenstadt (Sachsen) versicherte eingangs, nicht „Patentrezepte“ anbieten zu wollen, doch könnten überlegte Strategien hier alle Seiten zum Wohle des Kindes voranbringen. Bei vielen  Kindern nehmen heutzutage Angst, Depressionen, Essstörungen und andere seelische Defekte messbar zu, sagte sie.  In den vergangenen Jahren habe der Anteil an Kindern, die ein „sicheres Bindungsverhalten“ aufweisen, ständig abgenommen. Es gebe das Phänomen, dass siebenjährige Kinder die psychische Reife eines Dreijährigen besitzen. Überlastete Erzieher seien Burnout-gefährdet, und je näher sie diesem Stadium seien, desto geringer werde die im Beruf so wichtige Empathie.

Foto: Heilpädagogin Marina Meixner

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Für einen Tag

Opel Bank-Mitarbeiter helfen in der Potsdamer Suppenküche

Sechs Mitarbeiter der Opel Bank haben Mitte Juni für einen Tag in der Potsdamer Suppenküche mitgeholfen. Sie sortierten Obst und Gemüse, schälten Kartoffeln, halfen beim Aufräumen und Saubermachen. Die Initiative fand im Rahmen eines  „sozialen Tags“ statt, den die Bankmitarbeiter seit mittlerweile vier Jahren organisieren, um soziale Projekte zu unterstützen. Im vergangenen Jahr besuchten das Potsdamer Opel Bank-Team eine Kita, um Grünanlagen zu pflegen, Spielgeräte aufzustellen sowie von ihrer Arbeit zu berichten. Nach einer Internetrecherche wurde dieses Mal die Volkssolidarität ausgewählt, berichtet Mitorganisator Kai Kamperhoff. „Viele wissen gar nicht, wie leicht es ist, sich einzubringen“, erklärte er. Andere Teammitglieder sagten, dass Helfen heute nicht immer selbstverständlich sei und Begegnungen mit sozial Bedürftigen nicht für jeden zum Alltag gehöre. „Deshalb ist es gut, dass die Volkssolidarität die Möglichkeit bietet, sich aktiv einzubringen und vor Ort die Menschen persönlich zu treffen und kennenzulernen.“

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Umgang mit schwierigen Eltern

VS-Fachtagung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kita-Alltag

"Sie als pädagogische Fachkräfte üben Ihren Beruf engagiert und motiviert aus – gleichzeitig werden Sie jeden Tag stark gefordert. Die Elternklientel stellt Sie vor immer größere Herausforderungen." So heißt es in der Einladung zur kommenden Fachtagung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kitas, deren Träger die Volkssolidarität in Brandenburg ist. Die Veranstaltung findet am 23. Juni im Potsdamer Blauart Tagungszentrum statt und wendet sich vor allem an Führungskräfte und Mitarbeiter/innen der 16 VS-Kitas im Bundesland und aus den Bereichen der Hilfen zur Erziehung der Volkssolidarität. Erörtert werden soll dabei der Umgang mit schwierigen Eltern, das Verhalten von Eltern in besonderen Problemlagen und die Art und Weise, wie mit Eltern mit dem größten Nutzeffekt kommuniziert werden kann. "Die Veranstaltung soll Ihnen zur Problematik der Arbeit mit den Eltern Informationen und Wissen vermitteln und Ihnen damit im Kita-Alltag die Arbeit erleichtern." Als Fachreferentin konnte die Supervisorin Martina Meixner gewonnen werden. Sie ist Heil- und Hochbegabtenpädagogin und selbst Leiterin einer heilpädagogischen Wohngruppe.

Foto: Kita-Demonstration vor dem Potsdamer Landtag

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"Das Anliegen ist berechtigt"

Kita-Demo vor dem Landtag fordert Geld für mehr Qualität

Kurz bevor die Abgeordneten des brandenburgischen Landtags mit großer Mehrheit per Beschluss die Elternbeiträge für das letzte Kita-Jahr strichen, verschafften sich die freien Träger der Kitas in Brandenburg  vor dem Eingangstor zum Schloss-Landtag mit einer lautstarken Demonstration Gehör. Die Sonne stach vom Himmel, kein Baum weit und breit  und auf dem hitzeflimmernden Platz vor dem Potsdamer Landtag ging es sehr geräuschvoll zu. Sozusagen mit Kind und Kegel waren die Vertreter von Kitas aus dem ganzen Land nach Potsdam geeilt. Auch die Volkssolidarität als Träger von 16 Kitas im Bundesland war vertreten. Sylvia Grande, Referentin Mitgliederverband des Wohlfahrts- und Sozialverbandes, hält die Demonstration für berechtigt. Den Ansatz, die Eltern-Beiträge zu streichen, nennt sie einen Schritt in die richtige Richtung, doch müsse darauf geachtet werden, dass sich  die Situation in den Kitas gleichzeitig verbessere.  „Hier wurde nicht weitergedacht“.

Foto: VS-Vertreterin Roswitha Orban (li) im Gespräch mit der Abgeordneten Gerrit Große (Linke)

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