Volkssolidarität


Thüringen
18.06.2020

Volkssolidarität zum Weltflüchtlingstag: Nicht wegschauen, sondern handeln

Anlässlich des Weltflüchtlingstages erklärt der Präsident der Volkssolidarität Dr. Wolfram Friedersdorff: "Die Länder des globalen Südens, insbesondere in Afrika, Lateinamerika und Asien, sind inzwischen zum Hotspot der Corona-Pandemie geworden. Zu den Fluchtursachen der Menschen aus diesen Ländern, die in jahrhunderterlange Ausbeutung der Einwohner/-innen und der Ressourcen sowie der aktuellen Umwelt- und Klimakrise resultieren, ist eine neue Ursache hinzugetreten.

Covid-19 ist nicht nur eine Pandemie, an der viele Menschen erkranken und sterben, sie ist auch eine Krise der Globalisierung und der internationalen Arbeitsteilung, die die Schwächsten in den afrikanischen, lateinamerikanischen und asiatischen Ländern besonders hart trifft.

Es ist beschämend, dass die Zahl der flüchtenden Menschen jedes Jahr steigt. Es ist beschämend, dass Tausende von ihnen ihr Leben auf der Flucht verlieren, ihre Menschenwürde mit Füssen getreten wird. Anscheinend verpuffen Maßnahmen zur Bekämpfung von Fluchtursachen oder es werden falsche Prioritäten gesetzt. Die Verletzung von Menschenrechten und der Würde der Menschen in Flüchtlingslagern wie Moria sollte die Europäische Union und die Bundesregierung endlich zum Handeln zwingen.

Die Volkssolidarität hat sich entsprechend ihrem Leitsatz "Miteinander – Füreinander – Solidarität leben" zu einem aktiven Tun bekannt und praktiziert diese Solidarität seit Jahrzehnten. Wir wirken damit für eine offene und solidarische Gesellschaft. Und dies ist für den sozialen Zusammenhalt in unserem Land nicht zu unterschätzen", sagt Dr. Wolfram Friedersdorff.  

Der Verbandspräsident bittet alle Gliederungen, Ortsgruppen und Mitglieder der Volkssolidarität sich in ihren Territorien aktiv in die Arbeit des Bündnisses #Unteilbar – Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung einzubringen und noch stärker deutlich zu machen, dass uns Leid und Tod von Menschen bewegt und nicht gleichgültig lässt. Zugleich dankt er allen Mitgliedern und Mitarbeiter/-innen, die im Bereich der Flüchtlingsbetreuung über Jahre viel geleistet haben.