Volkssolidarität


Thüringen
19.11.2019

Volkssolidarität feiert 30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention

Seit Januar 2019 engagiert sich die Volkssolidarität für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) in der Initiative „Kinderrechte ins Grundgesetz“ und macht mit Aktionen in ihren Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe vermehrt auf die Rechte und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in Deutschland aufmerksam.

„Es freut uns sehr, dass die Bundesregierung noch in diesem Jahr das Gesetzgebungsver-fahren anstoßen will, um Kinderrechte im deutschen Grundgesetz zu verankern“, sagt
Verbandspräsident Dr. Wolfram Friedersdorff. „Deutschland ist seit 30 Jahren dazu verpflichtet, die Bestimmungen der UN-Kinderrechtkonvention in nationales Recht umzusetzen. Kinder müssen in unserem Grundgesetz als eigenständige Rechtssubjekte behandelt werden. Nur so kann ihr Recht auf Kindeswohl und Entwicklung abgesichert werden, nur so können sie wirklich als Teil unserer Gesellschaft partizipieren und mitbestimmen. Denn die meisten Themen, die uns beschäftigen, z.B. sozial- oder umweltpolitische Diskussionen, gehen auch die Kinder direkt etwas an. Der aktuelle zweite Kinderrechtsreport des Bundesfamilienministeriums belegt es: Kinder und Jugendliche fordern ihr Recht auf Mitbestimmung in unserer Gesellschaft aktiv ein.“

Am 20. November 1989 wurde die UN-KRK von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet und gehört seitdem als wichtigstes internationales Menschenrechts-instrumentarium für Kinder zu den neun internationalen Menschenrechtsverträgen. Sie
garantiert Kindern und Jugendlichen das Recht auf freie Meinungsäußerung, einen Anspruch auf Gedanken, Gewissens- und Religionsfreiheit, ein Recht auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit, ein Recht auf Bildung sowie ein Recht auf Ruhe, Freizeit und Spiel. Sie will Kinder und Jugendliche vor Gewalt, Ausbeutung und sexuellem Missbrauch schützen.