Volkssolidarität


Thüringen
25.09.2019

Volkssolidarität kritisiert Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit

Der Präsident der Volkssolidarität Dr. Wolfram Friedersdorff kommentiert den Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2019 wie folgt:

„Wie in den vergangenen Jahren ignoriert der Bericht die drängendsten Probleme in Ostdeutschland weitestgehend. Man bekommt den Eindruck, als ginge es der Bundesregierung hauptsächlich darum, ein möglichst blumiges Bild von der Lage in den neuen Bundesländern zu zeichnen. Nicht zuletzt die Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen im September haben jedoch gezeigt, dass ein einfaches ‚weiter so‘ nicht ausreicht.

Natürlich wurde in den vergangenen drei Jahrzehnten viel erreicht. Dies bedeutet aber nicht, dass man vor real existierenden Problemlagen die Augen verschließen kann. Die Bevölkerungsentwicklung in den neuen Bundesländern hat sich vom Rest der Bundesrepublik entkoppelt, ein Resultat der Abwanderungswelle vor allem junger und gut ausgebildeter Menschen von Ost nach West. Der ländliche Raum in Ostdeutschland ist hiervon besonders betroffen. Als Sozial- und Wohlfahrtsverband, der vor allem in Ostdeutschland aktiv ist, erlebt die Volkssolidarität mit, wie in diesen Regionen die örtliche Daseinsvorsorge zusammenbricht.

Die Volkssolidarität fordert eine gezielte Strukturpolitik, um den ostdeutschen Regionen Entwicklungschancen zu geben und der zunehmenden sozialen Spaltung in unserem Land entgegenzuwirken. Hierzu gehört die Stärkung des Wissenschaftsstandortes Ostdeutschland und die Förderung der technisch ausgerichteten Forschung. Nur so kann es gelingen, attraktive und zukunftsfähige Arbeitsplätze in den ostdeutschen Regionen anzusiedeln und dem demografischen Trend entgegenzuwirken.“