Volkssolidarität


Thüringen
07.03.2019

Für Gleichstellung in allen Bereichen

„Nicht nur am Internationalen Frauentag gilt es, den unverzichtbaren Beitrag, den Frauen für die Gesellschaft und deren Zusammenhalt leisten, zu würdigen“, erklärt der Dr. Wolfram Friedersdorff, Präsident der Volkssolidarität, anlässlich des bevorstehenden Weltfrauentages am 8. März.

„Frauen übernehmen deutlich öfter gesamtgesellschaftlich notwendige Pflichten wie die Kindererziehung und die Pflege von Angehörigen und Bekannten. Dafür müssen sie im Beruf häufig kürzertreten. Für die Volkssolidarität ist es nicht hinnehmbar, dass ihnen dadurch ein Nachteil entsteht. Unser Verband setzt sich dafür ein, dass Leistungen der Erziehung und der Pflege, ob im familiären Rahmen oder in sozialen Einrichtungen, angemessen honoriert werden.“

Sorge bereitet dem Verbandspräsidenten auch die Tatsache, dass Frauen deutlich häufiger im Niedriglohnsektor arbeiten oder anderweitig prekär beschäftigt sind. „Dadurch sind Frauen häufiger in materiellen Notlagen und in ihrer Lebensplanung eingeschränkter als Männer. Besonders gravierend wirken sich solche Beschäftigungsverhältnisse auf die Alterssicherung aus.“ Es sei somit kein Zufall, dass Altersarmut vorwiegend ein weibliches Phänomen ist. „Selbst bei gleicher Tätigkeit“, so Dr. Friedersdorff weiter, „verdienen Frauen vielerorts noch immer weniger als ihre männlichen Kollegen. In Aufsichtsräten und Vorständen bleiben Frauen trotz Quote eher die Ausnahme als die Regel. Dieser Zustand ist einer modernen Gesellschaft nicht würdig.“

Zuletzt wendet der Verbandspräsident sich an die Frauen in der Volkssolidarität, die einen Großteil der über 40.000 haupt- und ehrenamtlich Tätigen im Verband ausmachen. „Ohne Sie wäre es der Volkssolidarität nicht möglich, ein solch breites Spektrum an sozialen Angeboten und Leistungen in dieser Qualität anzubieten. Dafür möchte ich mich bei Ihnen von ganzem Herzen bedanken.“