Volkssolidarität


Mecklenburg-Vorpommern

Gottesdienst am offenen Fenster

Pflegeheim „Haus Abendsonne“ Zapkendorf

Bei herrlichstem Sonnenschein brachte Frau Kretschmann von der Christophorus Kirche aus Laage den Bewohnern und Mitarbeitern unseres Hauses etwas Sonne in unseren Herzen und ein Lächeln in unser Gesicht. Mit Musik und aufmunternden Worten bestärkten Sie uns alle in dieser schweren Zeit.

Am 08.04.2020 um 16:00 Uhr führte Pastorin Kretschmann im Innenhof unseres Hauses ein Gottesdienst durch. Viele Bewohner versammelten sich am offenen Fenster und lauschten der Andacht und der Musik.

Die jetzige Zeit stellt die Mitarbeiter und Bewohner vor eine große Herausforderung. Die Mitarbeiter arbeiten in dieser Zeit unter erschwerten Bedingungen und bemühen sich dabei um die Versorgung und das Wohl der Bewohner. Die vorgegebenen Maßnahmen vom Land einzuhalten ist für uns nicht einfach. Punkte wie beispielsweise die Einhaltung des Mindestabstandes zu den Bewohnern und auch das Vorhalten der Schutzkleidung erschweren derzeit unseren täglichen Ablauf. Für alle Bereiche haben sich die Abläufe strukturell verändert.

Plötzlich ist der enge Kontakt unter den  Bewohnern nicht mehr möglich und für einige Bewohner unverständlich. Gruppenaktivitäten, die quasi zur Routine geworden sind, wie beispielsweise der Seniorensport, Skatrunden oder Ausflüge sind nun nicht mehr möglich. Persönliche Gespräche mit unseren Bewohnern sind in dieser Zeit besonders wichtig, da einige Bewohner auch Ängste äußern. Unsere Klientel kann aufgrund des Krankheitsbildes die derzeitige Situation nicht vollständig erfassen. Dabei kommen bei den Bewohnern viele Fragen auf z.B.: „Warum fällt der  wöchentliche Besuch  vom Bäcker aus? Warum tragt ihr die Masken? Warum darf ich nicht alleine im Dorf spazieren gehen? Warum dürfen meine Angehörigen nicht kommen?“

Das Personal ist bemüht den Kontakt zu den Angehörigen und Betreuern herzustellen. Es wurden daher Telefonzeiten eingerichtet, sodass die Bewohner mit Ihren Lieben telefonieren können. Viele Bewohner erhalten auch Briefe oder Päckchen per Post.

Aber auch unsere Mitarbeiter stellen sich derzeit den großen Herausforderungen, die täglich aufs Neue auf Sie zukommen. Der Spagat zwischen Beruf und Familie fordert allen Mitarbeitern unserer Einrichtung viel ab. Dazu gehören beispielsweise die Kinderbetreuung, das Kontaktverbot zu den Familien und Freunden und das Einkaufen. Der Zusammenhalt innerhalb unseres Teams wächst täglich. Alle Arbeiten Hand in Hand in dieser schwierigen Zeit.

Trotz allen Anforderungen versuchen wir alle Maßnahmen umzusetzen um das Wohl unserer Bewohner zu schützen und Ihnen Sicherheit und Halt zu geben.

Ein großer Dank geht an alle Angehörigen, die aufgrund des jetzigen Besuchsverbotes ihre Lieben nicht besuchen können und unseren Dienstleistern die Verständnis zeigen.

Ebenfalls Danke an das Amt Güstrow-Land (Jungendhilfe) die uns mit selbstgenähten Masken versorgen.

Zum Schluss möchten wir uns ganz herzlich für die etwas andere Andacht von Frau Pastorin B. Kretschmann aus Laage bedanken!

Wir wünschen allen viel Kraft und vor allem viel Gesundheit in dieser schweren Zeit.